Wertpapierdepot: kostenlose Excel Vorlage
Kostenlose Excel-Vorlage für dein Wertpapierdepot mit Positionen, Transaktionen, Gewinnverlust und Dashboard für Aktien und ETFs.
Die Wertpapierdepot Excel Vorlage ist eine übersichtliche Datei zur Erfassung von Aktien, ETFs und weiteren Wertpapieren. Sie enthält die Tabellenblätter Depot, Transaktionen, Dashboard und Anleitung und berechnet aus Stückzahl, Kaufkurs und aktuellem Kurs den Depotwert sowie Gewinn oder Verlust.
Im Tabellenblatt Depot trägst du unter anderem ISIN, Wertpapiername, Kategorie, Stückzahl, Kaufkurs, Kaufdatum und aktuellen Kurs ein. Daraus entstehen Kaufwert, aktueller Wert, Gewinn oder Verlust in Euro, prozentuale Entwicklung, Depotanteil und Kursdatum; das Tabellenblatt Dashboard verdichtet diese Daten für den schnellen Überblick.
Die Vorlage eignet sich für private Anleger mit mehreren Depots oder Wertpapierpositionen, ersetzt aber keine Depotabrechnung der Bank. Sie berücksichtigt weder Ordergebühren, Steuern noch Dividenden automatisch, sofern du diese Werte nicht im vorgesehenen Transaktionsbereich erfasst, und liefert keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Depotwert auf einen Blick: Bei 40 SAP-Aktien zu 168,20 € zeigt die Datei einen aktuellen Positionswert von 6.728,00 €.
- Gewinn und Verlust in Euro: Eine Position mit 40 Stück zu 118,50 € Kaufkurs und 168,20 € aktuellem Kurs ergibt vor Kosten 1.988,00 € Wertzuwachs.
- Prozentuale Entwicklung: Der Gewinn von 1.988,00 € auf einen Kaufwert von 4.740,00 € entspricht rund 41,94 %.
- Depotgewichtung: Der Anteil jeder Position am Gesamtdepot macht sichtbar, ob beispielsweise ein einzelner ETF mehr als 60 % deines Vermögens ausmacht.
- ISIN statt uneindeutiger Namen: Die zwölfstellige ISIN ordnet Wertpapiere eindeutig zu und verhindert Verwechslungen zwischen ähnlich benannten Fonds.
- Aktualisierungsdatum: Mit dem Kurs-Datum und dem Stand 21.07.2026 erkennst du, wie aktuell deine Bewertung tatsächlich ist.
- Getrennte Transaktionen: Käufe und Verkäufe bleiben nachvollziehbar, während das Dashboard die wichtigsten Depotkennzahlen kompakt zusammenfasst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Öffne das Tabellenblatt Depot und prüfe den Stand 21.07.2026. Ersetze das Datum durch den Tag, an dem du deine Kurse aktualisierst.
- Schritt 2: Erfasse jede Position mit Pos., ISIN, Wertpapiername und Kategorie. Verwende für die Kategorie einheitliche Bezeichnungen wie Aktie oder ETF.
- Schritt 3: Trage Stückzahl, Kaufkurs und Kaufdatum ein. 40 Stück zu 118,50 € ergeben beispielsweise einen Kaufwert von 4.740,00 €.
- Schritt 4: Ergänze den aktuellen Kurs und das Kurs-Datum. Bei 168,20 € für 40 Stück beträgt der aktuelle Wert 6.728,00 €.
- Schritt 5: Öffne Transaktionen und dokumentiere Käufe, Verkäufe sowie weitere Vorgänge entsprechend den vorhandenen Eingabefeldern. Nutze die Originalbelege deiner Bank als Quelle.
- Schritt 6: Kontrolliere im Dashboard Gesamtwert, Positionsverteilung und Entwicklung. Vergleiche die Summe regelmäßig mit dem tatsächlichen Depotstand.
- Schritt 7: Lies die Hinweise im Tabellenblatt Anleitung, bevor du die Datei für Steuerunterlagen oder eine Jahresauswertung verwendest. Speichere nach jeder Aktualisierung eine Kopie mit Datum.
Enthaltene Funktionen
So berechnet die Vorlage Wert und Rendite deiner Positionen
Die zentrale Rechnung beginnt mit dem Kaufwert. Er ergibt sich aus Stückzahl multipliziert mit Kaufkurs. Kaufst du 40 SAP-Aktien zu 118,50 €, beträgt der Kaufwert 40 × 118,50 € = 4.740,00 €.
Der aktuelle Positionswert wird unabhängig davon mit dem heutigen Kurs berechnet. Bei einem Kurs von 168,20 € sind 40 × 168,20 € = 6.728,00 € im Depotwert enthalten. Die Vorlage stellt diesen Wert in der Spalte Aktueller Wert dem historischen Kaufwert gegenüber.
Gewinn oder Verlust in Euro
Die Differenz lautet 6.728,00 € − 4.740,00 € = 1.988,00 €. Das ist ein Gewinn vor Orderkosten, Steuern und möglichen Ausschüttungen; bei einem Kurs von 100,00 € würde dieselbe Position dagegen 4.000,00 € wert sein und einen Verlust von 740,00 € ausweisen.
Für die prozentuale Entwicklung wird die Differenz durch den Kaufwert geteilt: 1.988,00 € ÷ 4.740,00 € = 41,94 %. Diese Prozentzahl ist sinnvoller als der Eurobetrag, wenn du eine 4.740,00-€-Position mit einer 10.000,00-€-Position vergleichen willst.
Vom Einzelwert zum Gesamtdepot
Der Depotanteil jeder Zeile entspricht dem aktuellen Positionswert geteilt durch den Gesamtwert aller erfassten Positionen. Angenommen, SAP steht mit 6.728,00 € in einem Depot von 25.000,00 €, beträgt der Anteil 26,91 %.
Die vier Tabellenblätter haben unterschiedliche Aufgaben: Depot ist die Positionsrechnung, Transaktionen dokumentiert Bewegungen, Dashboard verdichtet die Ergebnisse und Anleitung beschreibt die Nutzung. Abbildung 1 zeigt das Blatt Depot mit der türkisfarbenen Kopfzeile und den 14 Spalten von Pos. bis Kurs-Datum; Abbildung 2 zeigt den Transaktionsbereich.
Abbildung 3 ist die Übersicht im Dashboard, während Abbildung 4 das Blatt Anleitung darstellt. Für die Berechnung solltest du die Werte der Vorlage mit dem tatsächlichen Bankauszug abgleichen, weil ein alter Kurs von 160,00 € bei 40 Aktien bereits 328,00 € weniger Depotwert anzeigt als 168,20 €.
Welche Steuern bei Aktien und ETFs in Deutschland anfallen
Bei einem steuerpflichtigen Verkauf oder einer steuerpflichtigen Ausschüttung gilt grundsätzlich die Abgeltungssteuer von 25 %. Darauf kommen 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, also effektiv 26,375 % ohne Kirchensteuer. Verkaufst du die SAP-Position mit 1.988,00 € Kursgewinn, wären ohne Freibetrag zunächst 524,94 € aus 1.988,00 € × 26,375 % zu berücksichtigen.
Der Sparerpauschbetrag verändert die Rechnung
Für Einzelpersonen beträgt der Sparerpauschbetrag 1.000,00 €, für zusammen veranlagte Ehepaare 2.000,00 €. Mit einem korrekt verteilten Freistellungsauftrag wären im Beispiel 1.000,00 € steuerfrei; der verbleibende Betrag von 988,00 € führte ohne Kirchensteuer zu rund 260,59 € Abgeltungssteuer inklusive Solidaritätszuschlag.
Die Vorlage zeigt den Bruttogewinn, nicht automatisch die steuerlich maßgebliche Bemessungsgrundlage. Bei einem Aktienfonds oder ETF kann die Teilfreistellung von 30 % gelten, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Aktienfonds erfüllt sind. Aus 1.988,00 € Gewinn wären dann beispielhaft nur 1.391,60 € steuerlich anzusetzen; darauf entfielen ohne Freibetrag rund 367,04 € inklusive Solidaritätszuschlag.
Warum der Bankauszug maßgeblich bleibt
Die Bank berücksichtigt Anschaffungskosten, FIFO-Verbrauch, Vorabpauschalen, Ausschüttungen und den Freistellungsauftrag in ihrer Steuerabrechnung. Deshalb kann die Zahl in der Spalte Gewinn/Verlust € von der steuerpflichtigen Zahl abweichen: Ein ETF mit 2.000,00 € Kursplus und bereits angesetzten 120,00 € Vorabpauschalen wird steuerlich nicht genauso behandelt wie ein neu gekaufter ETF.
Bei thesaurierenden Fonds kann eine Vorabpauschale anfallen, obwohl du keine Auszahlung erhalten hast. Für deine Jahresunterlagen solltest du deshalb die Steuerbescheinigung der Bank neben der Excel-Auswertung aufbewahren; die Vorlage ist eine Vermögensübersicht und keine elektronische Steuererklärung über ELSTER.
Technisch ist die Bankabrechnung für Steuerbeträge verlässlicher als eine selbst berechnete Depotzeile. Die Excel-Datei eignet sich besser für Gewichtung, Kostenkontrolle und Plausibilitätsprüfung: Wenn das Dashboard 25.000,00 € zeigt, die Bank aber 25.420,00 €, suchst du die Differenz gezielt in Kursdatum, Stückzahl, Cashbestand oder noch nicht erfassten Transaktionen.
Diese Fehler machen Depotübersichten unnötig teuer
Der teuerste Fehler ist ein veralteter Kursstand. Bei 80 ETF-Anteilen bedeutet eine nicht aktualisierte Kursdifferenz von 7,50 € bereits 600,00 € Abweichung im ausgewiesenen Depotwert; das Kurs-Datum in der letzten Spalte macht diesen Fehler sichtbar.
Gebühren verschwinden aus der Rendite
Viele Anleger setzen den Kaufwert nur aus Stückzahl und Kurs zusammen und vergessen Orderkosten. Kaufst du 80 ETF-Anteile zu 78,40 € für 6.272,00 € und zahlst 9,90 € Orderentgelt, liegt dein tatsächlicher Aufwand bei 6.281,90 €; der rechnerische Gewinn fällt beim späteren Verkauf um mindestens diese Kosten niedriger aus.
Bei zehn Käufen im Jahr zu jeweils 9,90 € entstehen 99,00 € Gebühren. Wer diese Beträge nicht im Blatt Transaktionen erfasst, sieht bei einem Depot von 30.000,00 € zwar eine scheinbar präzise Rendite, unterschätzt seine Kosten aber um 0,33 Prozentpunkte.
Stückzahl und Depotwert werden verwechselt
Ein ETF mit 100 Anteilen zu 102,90 € ist 10.290,00 € wert, nicht 102,90 €. Dieser Fehler tritt besonders nach einem Sparplan auf, wenn Bruchstücke oder nachträgliche Käufe nicht übernommen werden. Die Spalten Stück, Kaufkurs und aktueller Kurs müssen deshalb immer gemeinsam geprüft werden.
Ein weiterer Denkfehler ist, die prozentuale Rendite mehrerer Käufe einfach zu mitteln. Kaufst du 1.000,00 € mit 20 % Gewinn und 9.000,00 € mit 2 % Gewinn, liegt der Gesamtgewinn bei 380,00 € und die depotbezogene Rendite bei 3,80 %, nicht bei 11 %.
Aktien und ETFs werden gleich interpretiert
Eine einzelne Aktie mit 8.000,00 € kann 32 % eines 25.000,00-€-Depots ausmachen. Ein Verlust von 20 % auf dieser Position kostet 1.600,00 € beziehungsweise 6,40 % des Gesamtdepots. Die Spalte Anteil Depot % und die Kategorie helfen dir, dieses Klumpenrisiko zu erkennen, verhindern es aber nicht automatisch.
Die klare technische Entscheidung lautet: Nutze für die Renditeprüfung immer den Gesamtbestand inklusive Gebühren und vergleiche einzelne Positionen erst danach. Das Dashboard macht Abweichungen sichtbar, aber eine Excel-Datei kann weder Kursfehler der Datenquelle noch ein zu hohes Risiko selbstständig beurteilen.
Für die laufende Renditeprüfung gehört zur nächsten Größe oft die erwartete Entwicklung der Einzahlungen und ihres Zinseszinseffekts, wofür ein Sparplan-Rechner den Blick auf die spätere Gesamtwirkung schärft.
An diesen Stellschrauben verbesserst du deine Depotplanung
Der stärkste Hebel ist meist die Sparrate, nicht die Suche nach einem vermeintlich perfekten Kaufzeitpunkt. Investierst du 200,00 € monatlich über 20 Jahre und unterstellst 6 % durchschnittliche Jahresrendite, entstehen aus 48.000,00 € Einzahlungen ungefähr 92.408,00 €; bei 300,00 € monatlich wären es rund 138.612,00 €.
Sparrate und Laufzeit vergleichen
Die zusätzlichen 100,00 € pro Monat erzeugen in diesem Beispiel etwa 46.204,00 € mehr Endvermögen. Trage die unterschiedlichen Kauf- und aktuellen Werte in deine Planung ein und nutze das Dashboard zunächst für den Ist-Stand; die Excel-Vorlage ist keine Prognosemaschine für garantierte Renditen.
Auch die Kostenquote wirkt langfristig. Angenommen, dein Depot von 50.000,00 € verursacht 0,20 % laufende Fondskosten, sind das im ersten Jahr etwa 100,00 €. Bei 0,80 % wären es 400,00 €; die Differenz von 300,00 € pro Jahr wächst bei unveränderter Wertentwicklung über 20 Jahre erheblich.
Gewichtung mit dem Depotanteil steuern
Setzt du dir eine Obergrenze von 25 % je Einzelposition, müsste eine SAP-Position von 6.728,00 € in einem Depot von 25.000,00 € auf 6.250,00 € begrenzt werden. Die Abweichung beträgt 478,00 €; statt automatisch zu verkaufen, kannst du zunächst neue Sparraten in andere Kategorien lenken.
Ein dritter Hebel ist der Aktualisierungsrhythmus. Bei monatlicher Pflege am 21. des Monats hast du zwölf vergleichbare Stichtage; aktualisierst du nur einmal im Jahr, können Dividenden, Verkäufe und Sparplankäufe über Monate im falschen Bestand stehen.
Praktische Reihenfolge für deine Entscheidungen
- Prüfe zuerst Stückzahl und Transaktionen, bevor du einen Kurs bewertest.
- Vergleiche danach Gebühren und Kategorie, zum Beispiel Aktie gegenüber ETF.
- Nutze zuletzt Anteil Depot % für die Gewichtung und dokumentiere jede Änderung im Blatt Transaktionen.
Diese Reihenfolge ist sinnvoller als eine Anlageentscheidung allein nach der höchsten bisherigen Gewinn/Verlust-Prozentzahl. Eine BASF-Position mit 60 Stück zu 44,80 € kann prozentual schwach aussehen, während ein stark gestiegener Einzelwert bereits zu groß im Depot geworden ist.
For that final weighting, the next sensible check is the net worth trend, which shows whether the portfolio’s overall value is actually improving after each change.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Die Vorlage eignet sich vor allem für Aktien und ETFs. Im Blatt Depot kannst du Wertpapiername, ISIN, Kategorie, Stückzahl, Kaufkurs, Kaufdatum und aktuellen Kurs erfassen; bei 80 ETF-Anteilen zu 102,90 € ergibt das einen aktuellen Wert von 8.232,00 €.
Der aktuelle Wert ergibt sich aus Stückzahl × aktuellem Kurs. Davon wird der Kaufwert aus Stückzahl × Kaufkurs abgezogen: 40 Stück zu 118,50 € kosten 4.740,00 €, bei 168,20 € Kurs sind sie 6.728,00 € wert, also liegt die Differenz bei 1.988,00 € vor Gebühren und Steuern.
Die Depotübersicht zeigt zunächst die Bruttoentwicklung aus Kursen und Stückzahlen. Die Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie Gebühren solltest du anhand der Bankbelege im Tabellenblatt Transaktionen berücksichtigen; aus 1.000,00 € steuerpflichtigem Gewinn werden ohne Freibetrag rund 263,75 € inklusive Solidaritätszuschlag.
Für ein langfristiges Depot reicht meist eine monatliche Aktualisierung an einem festen Stichtag. Bei zwölf Aktualisierungen pro Jahr kannst du Käufe, Verkäufe und Kursdaten sauber vergleichen; nach einem Sparplan oder Verkauf solltest du die Transaktion zusätzlich sofort eintragen.
Der Anteil Depot % zeigt, wie viel eine Position am gesamten aktuellen Depotwert ausmacht. Eine Position von 6.728,00 € in einem Depot von 25.000,00 € hat beispielsweise einen Anteil von 26,91 %.
Nein. Die Excel-Datei dokumentiert dein Depot und hilft bei der Plausibilitätsprüfung, ersetzt aber weder die Steuerbescheinigung noch die steuerliche Abrechnung der Bank. Besonders bei ETFs können Teilfreistellung, Vorabpauschale und der Sparerpauschbetrag die steuerpflichtige Summe verändern.