Entnahmeplan: kostenlose Excel Vorlage
Excel-Vorlage für einen Entnahmeplan mit Monatsentwicklung, Rendite, Entnahme und Kapitalverlauf für private Geldanlage und Ruhestand.
Wenn du aus einem Depot, Tagesgeld oder Mischportfolio regelmäßig Geld entnehmen willst, reicht ein Bauchgefühl nicht. Bei 2.000 € Monatsentnahme und 5 % Rendite sieht die Rechnung nach 12 Monaten anders aus als bei 1.000 € Entnahme und 2 % Rendite; genau dort hilft dir der Entnahmeplan.
Die Datei bildet den Vermögensverlauf monatlich ab: Startkapital, Einzahlung, Entnahme, Rendite in %, Wertzuwachs und Kapital am Monatsende. In der Übersicht siehst du außerdem zentrale Kennzahlen und ein Diagramm, das den Verlauf optisch zeigt, damit du nicht jede Zeile von Hand nachrechnen musst.
Die Vorlage ist für Privatpersonen, Paare und Selbstständige gedacht, die ihre Entnahmen realistisch planen wollen. Sie ersetzt keine Steuerplanung und keine Detailrechnung für Abgeltungssteuer, Vorabpauschale oder verschiedene Depotarten; sie zeigt dir vor allem, wie sich dein Kapital rechnerisch entwickelt.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Monatliche Entnahmen lassen sich mit einem konkreten Euro-Betrag durchrechnen, zum Beispiel 1.500 € im Monat über 20 Jahre.
- Die Vorlage zeigt dir sofort, wie stark Rendite und Entnahme die Restlaufzeit beeinflussen.
- Du siehst den Kapitalverlauf als Tabelle und Diagramm in einem Blick.
- SUMME- und Monatslogik machen manuelle Nachrechnungen überflüssig.
- Du erkennst früh, wann dein Kapital bei zu hoher Entnahme sichtbar schneller schrumpft.
- Die Übersicht macht mehrere Szenarien vergleichbar, etwa 250.000 € Startkapital gegen 400.000 € Startkapital.
- Die Zahlen bleiben greifbar: Schon 500 € mehr Entnahme pro Monat bedeuten 6.000 € pro Jahr.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Trage im Blatt Entnahmeplan dein Startkapital ein. Bei 300.000 € und 4 % Rendite ist die Ausgangslage eine andere als bei 120.000 €.
- Ergänze die monatliche Einzahlung, falls du während der Entnahmephase noch nachschießt. Auch 200 € pro Monat können über 10 Jahre spürbar wirken.
- Setze die geplante Entnahme ein. Die Tabelle rechnet dann mit deinem Betrag weiter, statt nur mit pauschalen Annahmen.
- Pflege die erwartete Rendite in %. So vergleichst du zum Beispiel 3,0 % konservativ gegen 5,5 % ambitionierter.
- Schau in der Übersicht auf die Kennzahlen und das Diagramm. Dort erkennst du, wie sich Kapital am Monatsende und kumulierte Entnahmen entwickeln.
- Passe Entnahme oder Rendite an und prüfe sofort das neue Ergebnis. Genau dafür ist die Vorlage als Rechenwerkzeug gedacht.
Enthaltene Funktionen
So funktioniert die Rechnung hinter dem Entnahmeplan
Der Kern ist einfach: Aus dem Startkapital wird am Monatsanfang der Entnahmebetrag abgezogen, danach kommt der Wertzuwachs auf den verbleibenden Betrag. Wenn du zum Beispiel mit 250.000 € Startkapital, 1.500 € Entnahme und 4,8 % Jahresrendite rechnest, liegen die Monatsgrößen näherungsweise bei 0,4 % Rendite pro Monat. Auf 248.500 € bleiben dann im ersten Monat rund 994 € Wertzuwachs übrig, bevor die Entnahme das Kapital weiter reduziert.
Monat für Monat sauber weiterrechnen
Die Tabelle baut jede Zeile auf der vorherigen auf. Startkapital plus Einzahlung minus Entnahme ergibt die Basis, auf die die Rendite wirkt; daraus entsteht der Cashflow des Monats und am Ende das Kapital am Monatsende. Wenn du 200 € monatlich einzahlst statt nichts einzuzahlen, sind das über 12 Monate 2.400 € mehr Basis, auf die Rendite wirken kann.
Warum die Übersicht mehr hilft als Kopfrechnen
In der Übersicht siehst du die Rechenergebnisse verdichtet, statt dich durch 120 Monatszeilen zu arbeiten. Ein Vermögen von 300.000 € bei 3,5 % Rendite liefert grob 10.500 € Ertrag pro Jahr; ziehst du 18.000 € im Jahr ab, schrumpft das Kapital trotz Rendite um etwa 7.500 € vor Kosten und Steuern. Genau diese Differenz macht die Vorlage sichtbar.
Was steuerlich und rechtlich bei Entnahmen in Deutschland zählt
Bei Wertpapierdepots laufen Entnahmen nicht steuerfrei, wenn du Anteile mit Gewinn verkaufst. Auf Kursgewinne fällt in Deutschland regelmäßig die Abgeltungssteuer von 25 % plus Soli an, dazu kommt bei Aktienfonds oft die Teilfreistellung von 30 %; bei 10.000 € realisiertem Gewinn bleiben nach Teilfreistellung 7.000 € steuerpflichtig, darauf entfallen 1.750 € Steuer plus Soli. Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000 € pro Person, bei Ehepaaren bei 2.000 €.
Warum die Entnahmehöhe nach Steuer betrachtet werden muss
Wenn du 2.000 € monatlich entnimmst und davon 600 € auf steuerpflichtige Gewinne entfallen, ist dein Nettoeffekt kleiner als der Bruttobetrag vermuten lässt. Die Vorlage rechnet zwar mit Entnahme und Kapitalverlauf, aber nicht mit der konkreten Steuerlogik eines Depots, eines Tagesgeldkontos oder einer privaten Rentenversicherung. Für reale Auszahlungsentscheidungen musst du deshalb immer den Nettoeffekt im Blick behalten.
Die praktische Grenze zwischen einfach und genau
Für eine grobe Entnahmeplanung ist die monatliche Kapitalrechnung in Excel sinnvoller als eine komplizierte Steuerdetailmodellierung. Sobald du aber regelmäßig Anteile verkaufst und Gewinne realisierst, verschiebt die Steuer die verfügbare Entnahme um mehrere hundert Euro im Monat; aus 1.500 € Bruttoentnahme können schnell nur 1.350 € bis 1.420 € Netto werden. Deshalb ist eine einfache Kapitalrechnung gut für die Struktur, aber nicht als Ersatz für die Steuerwirkung.
Diese Fehler machen Entnahmepläne unnötig schlecht
Der teuerste Fehler ist eine zu hohe Entnahme bei zu optimistischer Rendite. Wer mit 6 % plant, obwohl das Portfolio realistisch nur 3,5 % erwirtschaftet, überschätzt nach 15 Jahren das Restvermögen deutlich; bei 250.000 € Startkapital und 2.000 € Monatsentnahme kann der Unterschied schnell mehr als 50.000 € ausmachen. Die Vorlage macht diesen Abstand sichtbar, weil du die Zahlen direkt nebeneinander siehst.
Zu grobe Monatsannahmen kosten echte Sicherheit
Viele rechnen nur jährlich und merken zu spät, dass monatliche Entnahmen die Reihenfolge der Bewegungen verändern. 24.000 € Entnahmen pro Jahr wirken anders als 2.000 € pro Monat, weil der laufende Kapitalstock kleiner wird und dadurch weniger Rendite auf die Restbasis kommt. Wer das übersieht, plant oft 3.000 € bis 5.000 € zu viel Entnahme pro Jahr ein.
Falsche Ausgangswerte verzerren alles
Wenn dein tatsächliches Startkapital 180.000 € statt 220.000 € beträgt, fehlen schon am ersten Tag 40.000 € Renditebasis. Bei 4 % Rendite sind das rechnerisch 1.600 € weniger Ertrag pro Jahr, also 133 € pro Monat. Genau deshalb solltest du in der Vorlage mit dem echten Depotstand arbeiten und nicht mit einem gerundeten Wunschwert.
Aus dem realen Depotstand lässt sich anschließend auch die Rentenlücke im Excel sauber ableiten, weil die fehlenden 40.000 € sofort den tatsächlichen Bedarf im Ruhestand verzerren.
Mit diesen Stellschrauben holst du mehr aus der Planung
Der größte Hebel ist fast immer die Entnahmehöhe. Senkst du die monatliche Entnahme von 2.000 € auf 1.700 €, sparst du 3.600 € pro Jahr und verlängerst die Haltbarkeit des Vermögens oft deutlich. Das trägst du direkt im Feld Entnahme ein und siehst den Effekt sofort im Kapitalverlauf.
Rendite und Einzahlung wirken unterschiedlich stark
Eine zusätzliche Einzahlung von 300 € im Monat bringt 3.600 € pro Jahr neue Basis. Bei 4 % Rendite sind das im ersten Jahr rund 144 € zusätzlicher Ertrag; die Wirkung steigt mit der Zeit, weil die Einzahlungen selbst wieder Rendite erzeugen. Eine Erhöhung der angenommenen Rendite von 3,0 % auf 4,5 % wirkt dagegen auf das gesamte Kapital und verändert die Laufzeit oft stärker als kleine Einzahlungen.
- Entnahme reduzieren: 200 € weniger pro Monat bedeuten 2.400 € weniger Kapitalabfluss pro Jahr.
- Einzahlung erhöhen: 100 € mehr pro Monat ergeben 1.200 € zusätzliche Basis im Jahr.
- Renditeannahme prüfen: 3,5 % statt 5,0 % macht bei 300.000 € einen Ertragsunterschied von 4.500 € pro Jahr.
Die sinnvollste Reihenfolge ist meist: erst Entnahme realistisch festlegen, dann Rendite konservativ ansetzen, zuletzt die Einzahlung als Puffer nutzen. Genau dafür ist die Vorlage gebaut.
Die so festgelegte Entnahme, Rendite und Einzahlung lassen sich danach direkt in den Freiheitsrechner übertragen.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Er zeigt den monatlichen Verlauf von Startkapital, Einzahlung, Entnahme, Rendite in %, Wertzuwachs und Kapital am Monatsende. Wenn du mit 200.000 € startest und 1.000 € monatlich entnimmst, siehst du sofort, wie stark sich das Kapital in 12 Monaten verändert.
Ja. Du kannst zum Beispiel 250.000 € Startkapital mit 2.000 € Entnahme gegen 350.000 € Startkapital mit 1.500 € Entnahme stellen und die Wirkung direkt vergleichen. So erkennst du schnell, welches Szenario länger tragfähig ist.
Nein, nicht im Detail. Die Vorlage bildet den Kapitalverlauf und die Entnahme logischerweise ab, aber nicht die komplette Steuerrechnung mit Abgeltungssteuer, Soli und Teilfreistellung. Bei 10.000 € realisiertem Gewinn kann der Nettoeffekt je nach Fonds schon um mehr als 1.000 € abweichen.
Nein. Du kannst sie auch für Tagesgeld, Mischvermögen oder private Rücklagen nutzen, solange du mit monatlicher Entnahme und einer Renditeannahme arbeitest. Bei 100.000 € Tagesgeld und 2 % angenommener Verzinsung ist die Logik dieselbe, nur die Ertragsseite ist kleiner.
Weil Entnahmen und Rendite innerhalb des Jahres nicht gleichmäßig wirken. Bei 2.000 € Entnahme pro Monat werden im Laufe des Jahres die Kapitalbasis und damit die Erträge kleiner, als wenn du nur mit einem Jahreswert rechnest. Das macht bei 12 Monaten schnell mehrere hundert Euro Unterschied aus.
Das Blatt Hinweise gibt dir die kurze Bedienlogik der Datei. Wenn du die Vorlage später öffnest, findest du dort die Reihenfolge der Eingaben und weißt direkt, wo du Startkapital, Entnahme und Rendite eintragen musst.