Bauspar Rechner: kostenlose Excel Vorlage
Bausparverträge mit Sparrate, Guthaben, Mindestquote, Darlehenszins und Monatsrate in Excel vergleichen – für Familien und Selbstständige.
Der Bauspar Rechner ist eine Excel-Vorlage zur Übersicht und Bewertung mehrerer Bausparverträge. Du erfasst unter anderem Bausparsumme, Sparbeitrag, Guthaben, Mindestquote, Darlehenszins und Tilgungssatz. Die Datei zeigt daraus den Ansparstand, die mögliche Zuteilungsreife, das Restdarlehen und die monatliche Rate.
Im Tabellenblatt Bausparvertraege vergleichst du bis zu mehrere Verträge in einer strukturierten Tabelle. Das Tabellenblatt Dashboard fasst die wichtigsten Kennzahlen und Verteilungen grafisch zusammen, während die Anleitung die Eingaben und die Nutzung der Datei erklärt. Abbildung 1 zeigt die Vertragstabelle mit den Eingabe- und Ergebnisfeldern.
Die Vorlage richtet sich an Familien, Eigentümer und Selbstständige, die Bausparverträge für Modernisierung, Anschlussfinanzierung oder Immobilienkauf nebeneinanderlegen möchten. Sie ersetzt keine Tarifauskunft der Bausparkasse: Bewertungszahl, Gebühren, Förderbedingungen und der genaue Zuteilungstermin können je Tarif abweichen und müssen zusätzlich geprüft werden.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Ansparquote je Vertrag sofort vergleichen: Bei 28.500 € Guthaben und 60.000 € Bausparsumme erkennst du direkt 47,50 %.
- Monatliche Sparbeiträge von 150,00 € bis 400,00 € übersichtlich gegenüberstellen und die Belastung mehrerer Verträge addieren.
- Das voraussichtliche Restdarlehen aus Bausparsumme und aktuellem Guthaben als Eurobetrag sichtbar machen.
- Darlehenszins und Tilgungssatz pro Vertrag getrennt erfassen, statt Angebote nur anhand der monatlichen Rate zu vergleichen.
- Verträge mit unterschiedlicher Mindestquote von 40 % oder 45 % direkt nebeneinander auswerten.
- Mit dem Dashboard schnell erkennen, wie viel Bausparsumme, Guthaben und monatliche Sparleistung insgesamt in der Übersicht stehen.
- Die gelb hinterlegten Eingabefelder von berechneten Kennzahlen unterscheiden und so die Dateneingabe in der Beratung oder Haushaltsplanung vereinfachen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffne das Tabellenblatt Bausparvertraege und ersetze die Beispieldaten durch deine eigenen Vertragsdaten. Trage Namen, Stadt und Vertragsbeginn im Format TT.MM.JJJJ ein.
- Gib je Vertrag die Bausparsumme, den monatlichen Sparbeitrag, den Zinssatz der Sparphase, das aktuelle Guthaben und die vertragliche Mindestquote ein.
- Ergänze für den Darlehensteil den Darlehenszins und den Tilgungssatz. Verwende die Werte aus deinem Tarif oder dem aktuellen Angebot der Bausparkasse.
- Prüfe die berechneten Spalten Angespart (%), Zuteilungsreif, Restdarlehen (€) und Monatliche Rate (€). Bei einem Vertrag über 60.000,00 € mit 28.500,00 € Guthaben beträgt der Ansparstand 47,50 %.
- Wechsle zum Tabellenblatt Dashboard und kontrolliere die zusammengefassten Kennzahlen und Diagramme. So siehst du beispielsweise die Verteilung deiner Verträge nach Bausparsumme oder Ansparstand.
- Lies im Tabellenblatt Anleitung nach, welche Felder als Eingabe gedacht sind und welche Werte automatisch aus den Vertragsdaten entstehen.
- Vergleiche die Ergebnisse anschließend mit der Tarifübersicht der Bausparkasse. Besonders Zuteilungstermin, Gebühren, Bewertungszahl und Sondertilgungsrechte gehören vor einer Entscheidung in die Prüfung.
Enthaltene Funktionen
So berechnet der Bauspar Rechner den Ansparstand
Die Ansparquote als erste Kontrollzahl
Der wichtigste Rechenschritt ist die Relation zwischen aktuellem Guthaben und Bausparsumme. Bei einem Vertrag über 60.000,00 € und einem Guthaben von 28.500,00 € lautet die Rechnung: 28.500,00 € ÷ 60.000,00 € × 100 = 47,50 %. Genau diese Quote hilft dir zu prüfen, ob die hinterlegte Mindestquote von beispielsweise 40 % bereits erreicht ist.
Im Tabellenblatt Bausparvertraege stehen dafür die Spalten Guthaben aktuell (€), Mindestquote (%) und Angespart (%). Ein Guthaben von 24.000,00 € bei 60.000,00 € Bausparsumme ergibt 40,00 % und erreicht damit rechnerisch die Mindestquote. Bei 22.000,00 € sind es dagegen nur 36,67 %; ein einfaches Ja bei Zuteilungsreif wäre dann fachlich nicht ausreichend, wenn der Tarif tatsächlich 40 % Mindestguthaben verlangt.
Vom Guthaben zum möglichen Darlehen
Das Restdarlehen wird in einer vereinfachten Planung aus Bausparsumme abzüglich Guthaben abgeleitet. Im Beispiel bleiben 60.000,00 € − 28.500,00 € = 31.500,00 € übrig. Das ist eine Planungsgröße und nicht automatisch der endgültige Auszahlungsbetrag, weil Bausparkassen je nach Tarif Gebühren, Bewertungszahl und weitere Bedingungen berücksichtigen.
Für die Rate spielen Darlehenszins und Tilgungssatz zusammen. Bei 31.500,00 € Restdarlehen, 2,50 % Darlehenszins und 4,00 % Tilgungssatz ergibt die vereinfachte anfängliche Jahresbelastung 31.500,00 € × 6,50 % = 2.047,50 €; geteilt durch zwölf sind das 170,63 € monatlich. Abbildung 1 zeigt alle Eingabefelder und Ergebnisfelder in einer Zeile, sodass du diesen Vergleich für jeden Vertrag wiederholen kannst.
Dashboard für den Gesamtblick
Abbildung 2 zeigt das Dashboard mit der zusammengefassten Auswertung. Dort solltest du die Einzelwerte aus der Vertragstabelle gegen die Gesamtsicht halten: Sieben Verträge mit jeweils 60.000,00 € Bausparsumme ergeben beispielsweise 420.000,00 € Vertragssumme, unabhängig davon, ob die Guthaben bereits gleich hoch sind.
Welche Steuern und Regeln bei Bausparverträgen 2026 zählen
Zinsen aus der Sparphase
Zinsen aus einem Bausparguthaben gehören grundsätzlich zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Darauf fallen grundsätzlich 25 % Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Bleiben die gesamten Kapitalerträge einer alleinstehenden Person 2026 einschließlich Bausparzinsen unter 1.000,00 €, kann der Sparerpauschbetrag über einen Freistellungsauftrag genutzt werden; für zusammen veranlagte Ehepaare gilt ein gemeinsamer Betrag von 2.000,00 €.
Beispiel: Erhältst du im Jahr 2026 aus dem Vertrag 180,00 € Zinsen und hast keinen weiteren verbrauchten Freibetrag, bleiben die Zinsen innerhalb des Pauschbetrags steuerfrei. Sind dagegen bereits 900,00 € andere Kapitalerträge angefallen, bleiben nur 100,00 € frei; 80,00 € wären grundsätzlich steuerpflichtig. Bei 25 % Abgeltungssteuer wären das 20,00 € vor Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
Wohnungsbauprämie und Förderung
Für die Wohnungsbauprämie gelten 2026 unter anderem Einkommensgrenzen von 35.000,00 € zu versteuerndem Einkommen für Einzelpersonen und 70.000,00 € für zusammen veranlagte Ehepaare. Förderfähig sind bis zu 700,00 € eigene Aufwendungen pro Jahr bei Einzelpersonen beziehungsweise 1.400,00 € bei Ehepaaren; der Prämiensatz beträgt 10 %. Daraus ergeben sich maximal 70,00 € oder 140,00 € pro Jahr.
Bei 600,00 € jährlichen Einzahlungen wären es rechnerisch 60,00 € Wohnungsbauprämie, sofern die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Eintragung im Excel-Rechner ersetzt den Antrag und die Prüfung durch die Bausparkasse nicht. Im Tabellenblatt Bausparvertraege sind keine persönlichen Einkommensdaten und keine Förderberechnung als eigene Spalte vorgesehen.
Verwendung des Bauspardarlehens
Ein Bauspardarlehen ist regelmäßig zweckgebunden für wohnwirtschaftliche Maßnahmen. Verwendest du 31.500,00 € für eine energetische Modernisierung, solltest du Rechnungen und Nachweise aufbewahren; eine private Nutzung ohne Wohnzweck kann gegen Tarifbedingungen verstoßen. Die Excel-Datei berechnet keine steuerliche Absetzbarkeit von Bau-, Kauf- oder Renovierungskosten und trifft keine Aussage zur Anerkennung einzelner Maßnahmen durch das Finanzamt.
Diese Fehler machen Bausparer bei Guthaben und Zuteilung
Die Mindestquote mit dem Zuteilungstermin verwechseln
Ein häufiger Beratungsfehler ist, die erreichte Mindestquote als garantiertes Zuteilungsdatum zu behandeln. Bei 24.000,00 € Guthaben und 60.000,00 € Bausparsumme sind 40,00 % erreicht; trotzdem können Bewertungszahl, Tarifgeneration und Zuteilungstermine den tatsächlichen Zeitpunkt beeinflussen. Die Spalte Zuteilungsreif ist deshalb ein Warn- und Vergleichssignal, keine verbindliche Zusage der Bausparkasse.
Wer wegen dieser Verwechslung eine Anschlussfinanzierung zu spät vorbereitet, riskiert bei 150.000,00 € benötigtem Darlehen und 1,00 Prozentpunkt höherem Zins rund 1.500,00 € zusätzliche Zinsen im ersten Jahr. Der Rechner macht den Sparstand sichtbar, ersetzt aber nicht die schriftliche Zuteilungsauskunft.
Nur auf den Darlehenszins schauen
Ein niedriger Bauspardarlehenszins klingt attraktiv, kann aber durch Abschlussgebühr und lange Sparphase teuer werden. Bei 60.000,00 € Bausparsumme und einer Abschlussgebühr von 1,60 % entstehen 960,00 € Kosten; bei einer kleineren Bausparsumme von 30.000,00 € wären es 480,00 €. Diese Tarifkosten stehen nicht als eigene Spalte in der Vorlage und müssen daher separat notiert werden.
Technisch sinnvoller ist es, Zinssatz Sparphase, Darlehenszins, Tilgungssatz und Guthaben gemeinsam zu betrachten. Ein Darlehenszins von 2,50 % bei 31.500,00 € Restdarlehen erzeugt bei 4,00 % Tilgung eine anfängliche Monatsrate von etwa 170,63 €; die Rate allein sagt aber nichts über die vorher gezahlte Sparleistung aus.
Guthaben und Bausparsumme falsch eintragen
Trägst du ein Guthaben von 28.500,00 € versehentlich als 2.850,00 € ein, fällt die angezeigte Quote bei 60.000,00 € von 47,50 % auf 4,75 %. Dadurch kann ein Vertrag fälschlich als weit vom Ziel entfernt erscheinen. Abbildung 1 hilft bei der Kontrolle, weil die Währungsspalten, Prozentspalten und Eingabefelder getrennt formatiert sind.
Mit drei Stellschrauben planst du den Bausparvertrag besser
Sparbeitrag und Laufzeit gemeinsam verändern
Der monatliche Sparbeitrag ist der direkteste Hebel für die Ansparzeit. Steigt der Beitrag bei einem Ziel von 24.000,00 € von 200,00 € auf 300,00 €, verkürzt sich die reine Rechenzeit ohne Zinsen von 120 auf 80 Monate. Trage beide Werte nacheinander in Sparbeitrag mtl. (€) ein und vergleiche Angespart (%) sowie Zuteilungsreif.
Bei 60.000,00 € Bausparsumme und 40 % Mindestquote brauchst du 24.000,00 € Guthaben. Ein Startguthaben von 4.000,00 € bedeutet bei 200,00 € monatlicher Einzahlung noch 100 Monate ohne Zinsen; bei 300,00 € sind es rund 66,7 Monate. Zinsen und Gebühren verändern das Ergebnis, aber der Größenunterschied bleibt sichtbar.
Die Bausparsumme nicht größer wählen als der Bedarf
Eine zu große Bausparsumme bindet Sparrate und Abschlusskosten. Wenn du voraussichtlich 30.000,00 € für eine Modernisierung brauchst, aber 60.000,00 € abschließt, beträgt die rechnerische Mindestquote bei 40 % bereits 24.000,00 € und das Restdarlehen kann bis zu 36.000,00 € betragen. Eine kleinere Bausparsumme kann die Ansparphase und die Gebühren reduzieren, wenn der Tarif keine anderen Vorteile bietet.
Rate über den Tilgungssatz steuern
Bei 31.500,00 € Restdarlehen, 2,50 % Darlehenszins und 4,00 % Tilgung ergibt die vereinfachte Rate 170,63 € im Monat. Erhöhst du den Tilgungssatz auf 6,00 %, steigt die anfängliche Belastung auf 223,13 €; dafür wird die Schuld schneller zurückgeführt. Trage den alternativen Tilgungssatz in der Spalte Tilgungssatz (%) ein und vergleiche die monatliche Rate mit deinem Haushaltsüberschuss.
- Erhöhe zuerst den Sparbeitrag, wenn der Zuteilungszeitpunkt wichtiger ist.
- Prüfe die Bausparsumme, wenn die geplante Maßnahme deutlich kleiner als der Vertrag ist.
- Wähle den Tilgungssatz nur so hoch, dass neben der Rate ein ausreichender Notgroschen bestehen bleibt.
Abbildung 2 unterstützt den Vergleich mehrerer Varianten, während Abbildung 3 die Hinweise zur Bedienung zusammenfasst. Die Vorlage ist damit besonders für Szenarien geeignet, nicht für eine verbindliche Tarifentscheidung.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Die Vorlage stellt Bausparsumme, aktuelles Guthaben, Sparbeitrag, Mindestquote, Ansparquote, Darlehenszins, Tilgungssatz, Restdarlehen und monatliche Rate gegenüber. Bei 28.500,00 € Guthaben und 60.000,00 € Bausparsumme ergibt sich eine Ansparquote von 47,50 %.
Nein. Die Anzeige ist eine rechnerische Orientierung anhand der eingetragenen Mindestquote. Die tatsächliche Zuteilung kann zusätzlich von Bewertungszahl, Tarifbedingungen, Sparverlauf und dem Zuteilungstermin der Bausparkasse abhängen.
Du erfasst Vertragsnehmer, Stadt, Vertragsbeginn, Bausparsumme, monatlichen Sparbeitrag, Zinssatz der Sparphase, aktuelles Guthaben, Mindestquote, Darlehenszins und Tilgungssatz. Für einen Vertrag über 80.000,00 € mit 33.000,00 € Guthaben beträgt der Ansparstand 41,25 %.
Nein, die Datei enthält keine eigene Förder- oder Steuerberechnung. Für 2026 beträgt die Wohnungsbauprämie grundsätzlich 10 % auf bis zu 700,00 € förderfähige Einzahlungen für Einzelpersonen, also höchstens 70,00 €. Kapitalerträge können nach Abzug des Sparerpauschbetrags von 1.000,00 € steuerpflichtig werden.
Ja. Das Tabellenblatt Bausparvertraege ist als Übersicht mit einer Zeile je Vertrag aufgebaut. So kannst du beispielsweise einen Vertrag über 60.000,00 € mit 220,00 € Sparbeitrag neben einen Vertrag über 100.000,00 € mit 350,00 € Monatsbeitrag stellen und die Werte im Dashboard zusammenfassen.
Nein. Die Excel-Datei dient der eigenen Planung und dem Vergleich deiner eingegebenen Werte. Abschlussgebühr, Kontogebühr, Bewertungszahl, exakter Zuteilungstermin, Sondertilgungen und tarifliche Bedingungen musst du anhand der Vertragsunterlagen prüfen, bevor du eine Finanzierung darauf aufbaust.