Aktienportfolio kostenlose Excel Vorlage
Portfolio mit Kursen, Einstand, Gewinn, Verlust und Dividenden für private Anleger und Selbstständige in Deutschland.
Wenn du mehrere Aktien im Depot hast, verlierst du schnell den Überblick: Was wurde wirklich investiert, welche Position liegt im Plus, und wie viel Dividende kam in Euro rein? Genau dafür ist diese Vorlage gebaut. Sie passt für Privatanleger, die 5 bis 50 Werte sauber führen wollen, ohne ein separates Depot-Tool zu bezahlen.
Die Datei enthält das Blatt Portfolio mit allen Stammdaten je Position, das Blatt Analyse für Auswertung und Diagramme sowie Hinweise mit kurzer Bedienhilfe. Die Vorlage berechnet aus Stückzahl, Einstandskurs und aktuellem Kurs den investierten Betrag, den aktuellen Wert sowie Gewinn oder Verlust in Euro und Prozent. Bei einer Position mit 25 Stück zu 80,00 € Einstand und 92,00 € aktuellem Kurs siehst du sofort: 2.000,00 € investiert, 2.300,00 € aktueller Wert, also 300,00 € Plus vor Steuern.
Gedacht ist die Vorlage für Anleger, die ihre Positionen selbst nachhalten und keine vollständige Steuerdatei brauchen. Sie bildet keine Abgeltungssteuer, keinen Freistellungsauftrag und keine Vorabpauschale ab, sondern konzentriert sich auf die Portfoliosteuerung. Wer monatliche Sparpläne, Orderhistorien oder steuerliche Detailauswertungen braucht, muss das zusätzlich führen.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst pro Position sofort den Gewinn oder Verlust in Euro und Prozent, statt nur Kursschwankungen im Depot.
- Die Summen im Analyseblatt zeigen dir das Gesamtinvest, den Gesamtwert und den Portfoliogewinn auf einen Blick.
- Dividenden lassen sich je Aktie und als Summe erfassen, sodass du Erträge getrennt vom Kursgewinn bewertest.
- Mit der Spalte für letzte Aktualisierung erkennst du alte Kursstände schneller und vermeidest veraltete Bewertungen.
- Die klare Trennung von Portfolio, Analyse und Hinweisen macht die Datei auch bei 30 oder 40 Positionen lesbar.
- Die Vorlage eignet sich für Euro-Bewertung auch bei ausländischen Werten, weil alle Kennzahlen auf EUR umgerechnet werden.
- Du kannst Einstand, Kurs und Stückzahl direkt in Excel ändern und bekommst die Kennzahlen ohne Zusatzrechnung neu berechnet.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Trage im Blatt Portfolio für jede Aktie die ISIN, WKN, den Unternehmensnamen und die Börse ein. So bleibt jede Position eindeutig, auch wenn du mehrere Titel aus derselben Branche hältst.
- Ergänze Stückzahl, Einstandskurs in EUR und aktuellen Kurs. Bei 40 Stück zu 52,50 € Einstand und 58,10 € Kurs rechnet die Datei den Wert automatisch weiter.
- Pflege Kaufdatum, letzte Aktualisierung und eine kurze Notiz. Damit erkennst du später, ob ein Kursstand vom Vortag oder vor 3 Wochen stammt.
- Schau dir im Blatt Analyse die Summen und Diagramme an. Dort liest du ab, wie groß dein Bestand, dein Kursgewinn und deine Dividendenbasis insgesamt sind.
- Prüfe auffällige Positionen mit negativem Gewinn/Verlust in Prozent. Wenn eine Aktie bei 1.500,00 € Einsatz nur noch 1.275,00 € wert ist, siehst du den Rückgang sofort.
- Nutze das Blatt Hinweise als kurze Arbeitsanleitung. Dort ist erklärt, welche Spalten zwingend gepflegt werden sollten und welche Felder freiwillig sind.
- Aktualisiere die Kurswerte in festen Abständen, zum Beispiel einmal pro Woche oder nach jedem Kauf. Nur dann bleibt die Auswertung im Analyseblatt belastbar.
Enthaltene Funktionen
So rechnet die Vorlage deinen Depotwert aus
Die Kernlogik ist schlicht: Stückzahl mal Kurs ergibt den Marktwert, und Marktwert minus Einstand ergibt Gewinn oder Verlust. Wenn du 25 Aktien zu 80,00 € gekauft hast, liegen 2.000,00 € im Einsatz. Steht der Kurs bei 92,00 €, ist die Position 2.300,00 € wert; die Differenz von 300,00 € entspricht +15,00 %.
Vom Einstand zum aktuellen Wert
In der Tabelle trägst du Einstandskurs EUR und aktuellen Kurs EUR ein, die Spalte Aktueller Wert EUR ergibt sich daraus je Zeile. Das ist praktisch, wenn du mehrere Käufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten hast und trotzdem einen schnellen Überblick willst. Bei 10 Positionen mit je 1.500,00 € Einsatz erkennst du im Analyseblatt sofort, ob dein Depot bei 15.000,00 € liegt oder nach Kursbewegungen nur noch 13.800,00 € wert ist.
Gewinn und Verlust in Euro
Die Spalte Gewinn/Verlust EUR zeigt die harte Zahl, die am Ende zählt. Aus 4.000,00 € investiert und 4.460,00 € Marktwert werden 460,00 € Plus; bei 4.000,00 € Einsatz und 3.520,00 € Wert wären es 480,00 € Minus. Genau deshalb ist die Vorlage nützlicher als eine bloße Kurstabelle: Du siehst den Vermögenseffekt, nicht nur den letzten Preis.
Dividenden separat betrachten
Mit Dividende je Aktie EUR und Erhaltene Dividenden EUR kannst du Ausschüttungen getrennt vom Kursgewinn dokumentieren. Wer 100 Stück mit 1,20 € Dividende hält, kommt auf 120,00 € Bruttoertrag; bei 15 Positionen summiert sich das schnell auf mehrere hundert Euro im Jahr. Das Analyseblatt macht daraus eine Gesamtansicht, damit du Rendite nicht mit Kurs plus Ausschüttung vermischst.
Welche Steuern beim Aktienportfolio in Deutschland zählen
Für Aktienerträge ist in Deutschland vor allem die Abgeltungssteuer relevant: 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparerpauschbetrag liegt 2026 bei 1.000,00 € für Einzelpersonen und 2.000,00 € für zusammen veranlagte Ehepaare. Wenn du 1.400,00 € Kapitalerträge hast und 1.000,00 € per Freistellungsauftrag abdeckst, bleiben 400,00 € steuerpflichtig; darauf fallen 100,00 € Abgeltungssteuer plus Soli an, also grob 105,50 € ohne Kirchensteuer.
Warum die Vorlage keine Steuerdatei ersetzt
Die Datei bewertet dein Portfolio, sie berechnet aber keine Steuerpositionen je Verkauf oder Dividende. Bei 300,00 € Dividenden und 120,00 € realisiertem Kursgewinn hast du zwar 420,00 € Ertrag sichtbar in der Analyse, steuerlich wird aber nur der relevante Teil nach Abzug von Freibeträgen und Teilfreistellung betrachtet. Ohne Steuerlogik würdest du die Portfoliorendite sonst mit dem Netto nach Steuer verwechseln.
Freistellungsauftrag und Vorabpauschale
Ein Freistellungsauftrag lohnt sich besonders bei regelmäßigen Dividenden, wenn dein Depot 1.200,00 € bis 2.000,00 € Ausschüttungen pro Jahr liefert. Bei thesaurierenden ETFs kann zusätzlich die Vorabpauschale anfallen; dafür brauchst du eine separate Steuerbetrachtung, nicht nur die Kursauswertung. Für diese Excel-Vorlage ist deshalb die Trennung sinnvoll: erst Bestand und Wert, dann steuerliche Auswertung im nächsten Schritt.
Praktische Konsequenz
Wenn dein Portfolio aus 20 Aktien besteht und im Jahr 850,00 € Dividenden plus 650,00 € Kursgewinne bringt, zeigt dir die Datei die 1.500,00 € Bruttoleistung. Davon bleibt nach Steuern und Freistellungsauftrag ein anderer Nettowert übrig, aber genau diesen steuerlichen Teil bildet die Vorlage bewusst nicht ab. Das ist keine Schwäche, sondern schützt vor falschen Nettoannahmen.
Diese Fehler kosten bei Aktien schnell echtes Geld
Der teuerste Fehler ist oft kein schlechter Börsentitel, sondern ein falscher Einstand oder eine vergessene Aktualisierung. Wenn du bei 30 Aktien den Kurs nur um 5,00 € zu niedrig pflegst, verschiebt sich der Depotwert schon um 150,00 €; bei 200 Stück sind es 1.000,00 €. Deshalb ist das Feld Letzte Aktualisierung kein Beiwerk, sondern ein Kontrollpunkt.
Nur den Stückpreis sehen statt den Gesamtwert
Viele Anleger schauen auf den Kurs und ignorieren die Positionsgröße. Eine Aktie mit +12 % auf 10 Stück bringt bei 300,00 € Einsatz nur 36,00 € Gewinn, dieselbe Bewegung auf 500 Stück bringt 1.800,00 €. Die Vorlage macht diese Differenz sichtbar, weil sie immer mit Stückzahl und Euro-Wert rechnet.
Dividenden und Kursgewinn vermischen
Wer 250,00 € Dividende mit 250,00 € Kursplus verwechselt, überschätzt seine Rendite leicht um 100 %. Im Analyseblatt stehen deshalb Erträge und Kursentwicklung nebeneinander. So erkennst du, ob dein Depot vom Kurs oder von Ausschüttungen getragen wird.
Unvollständige Bestände führen zu Scheingenauigkeit
Fehlen bei 8 von 25 Positionen Kaufdatum, Börse oder Währung, sieht die Liste sauber aus, ist aber fachlich unbrauchbar. Ein Depot mit 18 vollständig gepflegten und 7 halbfertigen Werten produziert schnell 3 bis 5 Prozent Fehler in der Gesamtsicht. Genau dafür gibt es das Blatt Hinweise: Es erinnert dich, welche Felder du konsequent pflegen solltest.
Zum konsequenten Pflegen der Ausschüttungen gehört auch ein Ausschüttungsübersicht, damit Erträge, Termine und Quellen nicht zwischen unvollständigen Beständen untergehen.
Mit diesen Stellschrauben wird die Auswertung nützlicher
Die stärkste Stellschraube ist nicht der hübsche Chart, sondern die Qualität der Eingaben. Wenn du statt grob geschätzter Kurse exakte Werte pflegst, verbessert sich die Aussagekraft des Portfolios sofort. Bei einer Position über 8.000,00 € reicht schon ein Fehler von 1 % für 80,00 € Abweichung.
Mehr Klarheit durch saubere Gruppierung
Nutze Branche, Land und Börse konsequent, dann kannst du dein Depot nach Risiken sortieren. Ein Portfolio mit 12 USA-Werten und 4 Deutschland-Werten zeigt dir auf einen Blick, ob du regional einseitig aufgestellt bist. Genau dort setzt das Analyseblatt mit Übersicht und Diagrammen an.
Auf Erträge und Risiko getrennt schauen
- Hohes Kursplus ist nicht automatisch hohe Qualität, wenn die Position nur 2,00 € Dividende liefert.
- Eine Aktie mit 5,5 % Dividendenrendite kann trotzdem 20 % Kursverlust haben.
- Wer beide Werte getrennt beobachtet, erkennt 300,00 € Dividende und 900,00 € Kursminus sofort als Warnsignal.
Wenn du außerdem deine Einstandswerte vollständig pflegst, wird die Rendite pro Position belastbar. Das Feld Gewinn/Verlust % zeigt dir dann, wo aus 1.000,00 € Einsatz 1.080,00 € geworden sind und wo nur noch 910,00 € übrig bleiben.
Für die nächste Planung passt dazu ein Rechner für Sparraten, der zeigt, wie sich 1.000,00 € Einsatz über regelmäßige Beiträge weiterentwickeln.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Ja. Jede Zeile steht für genau eine Position, und du kannst bei 12 Banken oder 12 Aktien derselben Branche trotzdem jede ISIN separat pflegen. So bleibt eine Position mit 1.200,00 € Einsatz sauber von einer zweiten mit 4.800,00 € Einsatz getrennt.
Nein. Die Datei zeigt dir Dividenden in Euro, aber keine Abgeltungssteuer, keinen Freistellungsauftrag und keine Vorabpauschale. Wer 600,00 € Dividenden hat, sieht den Bruttobetrag in der Liste; der Steuerabzug gehört in eine separate Auswertung.
Das Blatt Analyse fasst dein Portfolio zusammen und macht aus vielen Einzelpositionen eine Gesamtübersicht. Wenn du 18 Werte mit zusammen 24.500,00 € Invest und 26.130,00 € aktuellem Wert hast, siehst du dort direkt den aggregierten Gewinn oder Verlust.
Ja, das ist genau dafür geeignet. Trage Währung, Börse und Kurs in EUR ein, dann bleibt die Darstellung in einer einheitlichen Euro-Sicht. Bei einer US-Aktie mit 150,00 USD Kurs solltest du den EUR-Wert passend umrechnen, damit die Portfolio-Summe stimmt.
Dann nutze die Spalte Letzte Aktualisierung und arbeite mit dem letzten verlässlichen Kurs. Wenn ein Wert seit 14 Tagen unverändert ist, solltest du das im Kopf als Schätzwert behandeln. Für die Depotkontrolle reichen oft wöchentliche Updates, solange du sie konsequent machst.
Ja, gerade dann. Schon mit 5 Positionen und 3.000,00 € bis 10.000,00 € Depotvolumen bekommst du mehr Klarheit als in der reinen Brokeransicht. Die Datei ersetzt keine Marktanalyse, aber sie zeigt dir, was dein Bestand in Euro wert ist.