Aktiensparplan: kostenlose Excel Vorlage - Gratis
Aktiensparplan mit Käufen, Gebühren, Kursen, Depotwert und Steuerplanung. Für ETF- und Aktienanleger mit manueller Kursaktualisierung.
Diese Aktiensparplan-Excel-Vorlage erfasst Ausführungsdatum, Wertpapier, ISIN, Sparrate, Ordergebühr, Kaufkurs und aktuellen Kurs. Sie berechnet gekaufte Stücke, Bruchstücke, Einstandswert, Depotwert, Gewinn oder Verlust sowie Ausschüttungen nach Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.
Das Tabellenblatt Sparplan enthält 100 vorbereitete Zeilen von Zeile 4 bis 103. Im Dashboard werden unter anderem Einzahlungen, Depotwert, Rendite, positive und negative Positionen sowie Wertpapieranteile ausgewertet; drei Diagramme zeigen Entwicklung und Verteilung.
Die Vorlage eignet sich für private ETF- und Aktieninvestoren, die ihre Depotabrechnungen nachvollziehbar dokumentieren möchten. Sie fragt keine Kurse automatisch ab, bewertet keine Wertpapiere und ersetzt keine Steuerberechnung durch das Finanzamt; Kurse, Gebühren und Ausschüttungen trägst du selbst ein.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Netto-Sparrate aus Bruttorate und Ordergebühr automatisch berechnen
- Gekaufte Stücke und Bruchstücke je Ausführung auf sechs Dezimalstellen nachvollziehen
- Depotwert und kumulierten Einstandswert für bis zu 100 vorbereitete Ausführungen vergleichen
- Gewinn oder Verlust absolut und prozentual je Eintrag ausweisen
- Ausschüttungen brutto, Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Nettoauszahlung getrennt darstellen
- Wertpapierauswertung mit Anzahl der Käufe, investiertem Betrag, Depotanteil und Depotwert nutzen
- Kursdaten manuell anhand der Depotabrechnung pflegen und dadurch jede Berechnung prüfen können
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Öffne das Tabellenblatt Dashboard und prüfe Anleger, Sparplanbeginn, Zielrate monatlich, Freistellungsauftrag, verwendeten Pauschbetrag und Steuersatz.
- Schritt 2: Erfasse im Blatt Sparplan das Ausführungsdatum, Wertpapier, ISIN, Wertpapierart und Depotbank. Für Wertpapierart und Depotbank stehen Auswahllisten bereit.
- Schritt 3: Trage Sparrate brutto und Ordergebühr ein. Die Sparrate netto wird als Bruttorate minus Gebühr berechnet.
- Schritt 4: Ergänze Kaufkurs je Stück und aktuellen Kurs. Daraus entstehen gekaufte Stücke, Bruchstücke, Depotwert sowie Gewinn oder Verlust.
- Schritt 5: Übernimm Ausschüttungen aus deinen Abrechnungen in Spalte R. Die Steuerfelder verwenden die Annahmen aus dem Dashboard.
- Schritt 6: Ergänze neue Ausführungen unterhalb der vorhandenen Einträge bis Zeile 103 und lasse die vorbereiteten Formeln und Formatierungen bestehen.
- Schritt 7: Kontrolliere im Dashboard Kennzahlen und Diagramme. Das Blatt Anleitung erklärt zusätzlich Eingabefelder, Steuerannahmen und die manuelle Kursaktualisierung.
Enthaltene Funktionen
So berechnet die Vorlage Stücke und Depotwert
Die zentrale Rechenlogik beginnt mit der Netto-Sparrate. Bei 250,00 € Bruttosparrate und 1,50 € Ordergebühr bleiben 248,50 € für den Kauf. Bei einem Kurs von 126,40 € entstehen 248,50 € ÷ 126,40 € = 1,965190 Stück; die Vorlage trennt davon 1 volle Stücke und 0,965190 Bruchstücke.
Vom Kaufkurs zum Einstandswert
Die Spalte K berechnet die gekauften Stücke aus Netto-Sparrate geteilt durch Kurs je Stück. Spalte M addiert die Nettobeträge mit SUMME fortlaufend. Nach drei Ausführungen mit 250,00 €, 248,50 € und 250,00 € beträgt der Einstandswert 748,50 €.
Setzt du für alle drei Käufe einen aktuellen Kurs von 134,20 € ein, ergibt sich bei insgesamt 5,9219 Stück ein Depotwert von rund 794,72 €. Der absolute Gewinn beträgt damit 46,22 €, die Rendite 46,22 € ÷ 748,50 € = 6,17 %.
Was du in Abbildung 1 siehst
Das Tabellenblatt Sparplan (Abbildung 1) führt diese Rechnung zeilenweise. Gelb markierte Felder sind Eingaben; Formeln erzeugen unter anderem Monat, Netto-Sparrate, Stücke, Bruchstücke, Depotwert und Status Positiv oder Negativ.
Auswertung statt Kursprognose
Das Dashboard (Abbildung 2) summiert bis zu 100 vorbereitete Zeilen. Abbildung 3 zeigt das Blatt Anleitung mit neun Bedienungshinweisen; die Datei liefert bewusst keine automatische Kursabfrage und keine Renditeprognose.
Diese Steuerannahmen gelten 2026 für Ausschüttungen
Für Kapitalerträge verwendet die Vorlage einen editierbaren Satz von 25 % Abgeltungssteuer. Zusätzlich berechnet sie 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, nicht auf die Ausschüttung: Bei 100,00 € steuerpflichtigem Ertrag entstehen 25,00 € Kapitalertragsteuer und 1,38 € Solidaritätszuschlag. Netto bleiben 73,63 € vor einer möglichen Kirchensteuer.
Freistellungsauftrag richtig eintragen
Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 2026 grundsätzlich 1.000,00 € für Einzelpersonen und 2.000,00 € bei zusammen veranlagten Ehepaaren. Steht im Dashboard ein Freistellungsauftrag von 1.000,00 € und sind davon 150,00 € verwendet, zeigt B11 850,00 € verfügbar an.
Bei einer Bruttoausschüttung von 300,00 € und 150,00 € bereits genutztem Pauschbetrag bleiben 850,00 € frei. Die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage ist daher 0,00 €; Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag werden für diese Ausschüttung mit 0,00 € angesetzt. Bei 1.100,00 € kumulierten Erträgen wären dagegen 100,00 € steuerpflichtig, also 25,00 € Steuer und 1,38 € Solidaritätszuschlag.
ETF-Teilfreistellung und Kirchensteuer
Bei einem Aktienfonds kann eine Teilfreistellung von 30 % gelten. Für 1.000,00 € Ertrag wären dann 700,00 € steuerlich relevant; nach einem vollständig verbrauchten Pauschbetrag ergäben sich 175,00 € Kapitalertragsteuer und 9,63 € Solidaritätszuschlag.
Die Datei bildet diese Teilfreistellung und Kirchensteuer nicht automatisch ab. Das Blatt Anleitung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Steuerwerte Planungsannahmen sind und anhand deiner Depotabrechnungen geprüft werden müssen.
Diese drei Fehler verteuern deinen Aktiensparplan
Der teuerste Fehler ist eine fehlende Ordergebühr. Bei 250,00 € Sparrate und 1,50 € Kosten investierst du monatlich 248,50 € statt 250,00 €. Über 120 Monate fehlen dadurch 180,00 € Einzahlung; bei einer angenommenen Rendite von 6 % pro Jahr ist der entgangene Endwert wegen der monatlichen Wirkung höher als 180,00 €.
Gebühr und Kaufkurs nicht verwechseln
Manche tragen 250,00 € als Netto-Sparrate ein, obwohl die Bank 1,50 € berechnet. Dadurch zeigt die Vorlage bei einem Kurs von 126,40 € 1,977848 Stück statt korrekt 1,965190 Stück. Die Abweichung von 0,012658 Stück entspricht bei 134,20 € aktuellem Kurs rund 1,70 € je Ausführung.
Aktuellen Kurs nur einmal pflegen
Wenn du bei zehn Käufen den alten Kurs von 125,00 € stehen lässt, obwohl der Kurs 134,20 € beträgt, wird ein Depotwert von 10,00 × 125,00 € statt 1.342,00 € angezeigt. Der Unterschied von 92,00 € ist keine echte Rendite, sondern eine veraltete Eingabe.
Wertpapiernamen inkonsistent schreiben
Das Dashboard fasst Positionen über den Namen in Spalte C zusammen. Schreibst du dasselbe ETF einmal als iShares Core MSCI World und einmal mit einem Zusatz, entstehen zwei Auswertungszeilen; bei 750,00 € Investition wird der Depotanteil dann nicht mehr in einer Position sichtbar.
Die Auswahllisten begrenzen Wertpapierart und Depotbank. Für Wertpapiername und ISIN gibt es jedoch keine automatische Prüfung; Abbildung 3 empfiehlt deshalb eine konsistente Schreibweise.
An diesen Stellschrauben veränderst du dein Ergebnis
Die Sparrate wirkt direkt auf die investierte Summe. Erhöhst du sie von 250,00 € auf 300,00 €, fließen über 120 Monate 6.000,00 € zusätzlich ins Depot. Bei einer rein beispielhaften Rendite von 6 % jährlich entspricht die monatliche Erhöhung von 50,00 € einem zusätzlichen Endwert von etwa 8.166,00 €.
Laufzeit schlägt kurzfristiges Timing
Bei 250,00 € monatlich und 6 % Rendite entstehen nach 10 Jahren rechnerisch rund 40.900,00 €, nach 20 Jahren rund 115.500,00 €. Das ist eine Modellrechnung, keine Prognose; in der Datei trägst du stattdessen tatsächliche Kaufkurse und aktuelle Kurse ein.
- Sparrate: Ändere die Zielrate im Dashboard in B5 und die tatsächlichen Bruttobeträge im Blatt Sparplan.
- Gebühren: Trage jede Ordergebühr separat in Spalte H ein, statt sie über mehrere Käufe zu verteilen.
- Kursdaten: Aktualisiere Spalte N mit dem überprüften aktuellen Kurs, damit Depotwert und Gewinn nicht mit veralteten Preisen arbeiten.
Gebühren sichtbar machen
Bei 0,00 € Gebühr werden aus 250,00 € bei einem Kurs von 125,00 € genau 2,000000 Stück. Bei 1,50 € Gebühr sind es nur 1,988000 Stück; nach 120 Monaten mit derselben Gebühr fehlen rechnerisch 1,80 monatliche Sparraten, also 180,00 € vor Wertentwicklung.
Die beste Stellschraube ist daher nicht automatisch der häufigste Kauf, sondern die Kombination aus tragbarer Rate, niedrigen Kosten und langer Haltedauer. Das Dashboard macht diese Größen getrennt sichtbar.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Das Blatt Sparplan enthält vorbereitete Eingabezeilen von 4 bis 103, also 100 mögliche Ausführungen. Die Formeln für Stücke, Depotwert, Gewinn und Steuerwerte sind in diesem Bereich vorhanden.
Nein. Die Kurse in Spalte J und N werden manuell eingetragen. Bei einem aktuellen Kurs von 134,20 € musst du diesen Wert selbst anhand deiner Depotunterlagen oder einer Kursquelle aktualisieren.
Für Spalte E gibt es eine Auswahlliste mit ETF, Aktie, ETC und REIT. Die Depotbank-Liste enthält ING, Consorsbank, comdirect, Trade Republic, DKB und Scalable Capital.
Die Vorlage teilt die Netto-Sparrate durch den Kaufkurs. Bei 248,50 € netto und 126,40 € Kurs entstehen 1,965190 Stück; der Nachkommaanteil von 0,965190 wird zusätzlich als Bruchstück ausgewiesen.
Ja, das Dashboard enthält Freistellungsauftrag, verwendeten Sparer-Pauschbetrag und einen editierbaren Kapitalertragsteuersatz. Bei 1.000,00 € Freistellungsauftrag und 150,00 € Nutzung bleiben 850,00 € verfügbar.
Nein. Kapitalertragsteuer wird mit dem eingetragenen Satz und der Solidaritätszuschlag daraus berechnet. Eine mögliche Kirchensteuer sowie ETF-Teilfreistellungen musst du außerhalb der automatischen Berechnung berücksichtigen und mit der Depotabrechnung abgleichen.