Eigenkapitalrechner Immobilie: Gratis Excel Vorlage
Excel-Vorlage für Kaufnebenkosten, Eigenkapitalquote und Darlehensbedarf bei Immobilien in Deutschland.
Der Eigenkapitalrechner Immobilie in Excel ermittelt aus Kaufpreis, Bundesland, Kaufnebenkosten und verfügbarem Eigenkapital den gesamten Finanzierungsbedarf. Die Vorlage berechnet Grunderwerbsteuer, Notar-, Grundbuch- und Maklerkosten, zeigt die Eigenkapitalquote und vergleicht mehrere Objekte in einem Dashboard.
Im Tabellenblatt Objektdaten trägst du bis zu mehrere Immobilien mit Stadt, Bundesland, Kaufpreis, Kostensätzen und Eigenkapital ein. Die Datei berechnet daraus je Objekt die einzelnen Nebenkosten, die Gesamtkosten, den Darlehensbedarf und einen Status; das Dashboard stellt die Ergebnisse übersichtlich gegenüber. Abbildung 1 zeigt die Eingabetabelle mit den Spalten von Kaufpreis bis Status.
Die Vorlage ist für private Käufer, Familien und Kapitalanleger gedacht, die vor einem Bankgespräch verschiedene Kaufpreise vergleichen möchten. Sie ersetzt keine Finanzierungszusage und berücksichtigt keine individuellen Bankkriterien, laufenden Bewirtschaftungskosten oder Förderdarlehen; ein Objekt mit ausreichendem Eigenkapital kann wegen Einkommen, Beleihungswert oder bestehender Verbindlichkeiten trotzdem nicht finanzierbar sein.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst neben dem Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten getrennt nach Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler.
- Die Vorlage berechnet den Darlehensbedarf: Bei 520.000 € Kaufpreis, 43.836,00 € Nebenkosten und 120.000 € Eigenkapital bleiben 443.836,00 € Finanzierungsbedarf.
- Die Eigenkapitalquote macht Angebote vergleichbar: 120.000 € geteilt durch 563.836,00 € Gesamtkosten ergeben 21,28 %.
- Du kannst Stadtwohnungen, Häuser und Neubauobjekte mit unterschiedlichen Kaufpreisen und Bundesländern in einer Tabelle gegenüberstellen.
- Die regionalen Grunderwerbsteuersätze lassen sich je Objekt eintragen, etwa 3,50 % in Bayern oder 6,50 % in Nordrhein-Westfalen.
- Das Dashboard verdichtet die Objektdaten, sodass du hohe Gesamtkosten und größeren Darlehensbedarf schneller erkennst.
- Eingabefelder sind farblich von berechneten Ergebnissen getrennt; dadurch erkennst du, welche Werte du ändern darfst und welche Excel automatisch ermittelt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1 — Öffne das Tabellenblatt Objektdaten und prüfe die Beispielobjekte. Lege für jedes zu prüfende Objekt eine eigene Zeile an.
- Schritt 2 — Trage Objektname, Stadt und Bundesland ein, damit du die Varianten später im Dashboard eindeutig wiederfindest.
- Schritt 3 — Erfasse den Kaufpreis in Euro und hinterlege die zutreffenden Prozentsätze für Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler. Bei 520.000 € und 3,50 % Grunderwerbsteuer ergibt das 18.200,00 €.
- Schritt 4 — Gib dein tatsächlich verfügbares Eigenkapital ein. Verwende dafür nicht automatisch dein gesamtes Bankguthaben, wenn beispielsweise 15.000 € als Notreserve bleiben sollen.
- Schritt 5 — Kontrolliere die berechneten Spalten Nebenkosten gesamt, Gesamtkosten, EK-Quote und Darlehensbedarf. Ändere diese Ergebnisfelder nicht manuell.
- Schritt 6 — Öffne das Dashboard und vergleiche die Objekte nach Gesamtkosten, Eigenkapital und Finanzierungsbedarf. Abbildung 2 zeigt die verdichtete Auswertung.
- Schritt 7 — Lies im Tabellenblatt Anleitung die Hinweise zur Eingabe und übertrage anschließend die realistischen Werte in deine Finanzierungsanfrage. Abbildung 3 zeigt die Nutzungshinweise der Datei.
Enthaltene Funktionen
So berechnet die Vorlage deinen tatsächlichen Kapitalbedarf
Vom Kaufpreis zu den Nebenkosten
Der Kaufpreis ist nur der erste Baustein. Die Vorlage berechnet jede Kostenart als Kaufpreis multipliziert mit dem eingetragenen Prozentsatz und addiert anschließend Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler zu den gesamten Nebenkosten. Bei einer Immobilie für 520.000 € in Bayern mit 3,50 % Grunderwerbsteuer, 1,50 % Notarkosten, 0,50 % Grundbuchkosten und 3,57 % Maklerkosten entstehen 18.200,00 € + 7.800,00 € + 2.600,00 € + 18.564,00 € = 47.164,00 €.
In den Beispieldaten können die Prozentsätze je Objekt unterschiedlich hinterlegt werden. Für die Rechnung ist entscheidend, dass du beim Makler nur den tatsächlich vereinbarten Käuferanteil einträgst; 3,57 % entsprechen bei 520.000 € genau 18.564,00 €. Die Gesamtkosten betragen in diesem Beispiel 567.164,00 €.
Eigenkapitalquote und Darlehensbedarf
Die Eigenkapitalquote wird aus Eigenkapital geteilt durch Gesamtkosten berechnet. Bei 120.000 € Eigenkapital und 567.164,00 € Gesamtkosten ergibt sich 120.000 € / 567.164,00 € = 21,16 %. Der Darlehensbedarf beträgt 567.164,00 € - 120.000 € = 447.164,00 €.
Diese Sicht ist für die Finanzierung aussagekräftiger als der Vergleich des Kaufpreises allein. Ein Objekt für 385.000 € mit 90.000 € Eigenkapital kann wegen 6,50 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen einen höheren relativen Finanzierungsbedarf haben als ein vermeintlich teureres Objekt in Bayern. Ich würde deshalb immer zuerst die Gesamtkosten und erst danach den Kaufpreis vergleichen.
Was du in den drei Tabellenblättern findest
Abbildung 1 zeigt Objektdaten mit den Spalten von Nr. und Objekt bis Status; gelb hinterlegte Eingaben stehen den berechneten Euro- und Prozentwerten gegenüber. Abbildung 2 zeigt das Dashboard für den Vergleich, während Abbildung 3 im Tabellenblatt Anleitung die Bedeutung der Eingaben erklärt. Die Vorlage ist damit ein Szenariorechner, kein vollständiger Tilgungsplan.
Welche Kaufnebenkosten 2026 in Deutschland gelten
Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Die Grunderwerbsteuer richtet sich in Deutschland nach dem Bundesland und wird grundsätzlich auf den notariell beurkundeten Kaufpreis erhoben. 2026 gelten beispielsweise 3,50 % in Bayern, 5,00 % in Baden-Württemberg, 5,50 % in Hamburg, 6,00 % in Berlin und 6,50 % in Nordrhein-Westfalen. Bei 410.000 € Kaufpreis entstehen in Berlin 24.600,00 € Grunderwerbsteuer, in Bayern wären es 14.350,00 €.
Die Vorlage übernimmt keinen festen Einheitssatz, sondern enthält je Objekt ein Feld für GrESt-Satz (%) und den daraus berechneten Eurobetrag. Das ist fachlich sinnvoller als ein pauschaler Wert: Bei 520.000 € beträgt der Unterschied zwischen 3,50 % und 6,50 % bereits 15.600,00 €.
Notar, Grundbuch und Makler
Für Notar und Grundbuch werden in Immobilienrechnungen häufig rund 1,50 % beziehungsweise 0,50 % des Kaufpreises angesetzt. Bei 350.000 € sind das 5.250,00 € Notarkosten und 1.750,00 € Grundbuchkosten, zusammen 7.000,00 €. Die tatsächliche notarielle Abrechnung richtet sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und kann vom Planwert abweichen.
Bei einem Maklergeschäft mit Verbrauchern darf die Käuferseite nach §§ 656c und 656d BGB grundsätzlich nicht mehr als die Hälfte der Maklerprovision tragen. 3,57 % inklusive Umsatzsteuer sind ein verbreiteter Rechenwert, aber keine gesetzliche Standardprovision; bei 495.000 € wären das 17.671,50 €. Trage deshalb den vertraglich vereinbarten Käuferanteil ein und nicht automatisch einen Internet-Richtwert.
Steuerliche Einordnung des Eigenkapitals
Eigenkapital selbst ist keine Ausgabe, die du steuerlich absetzen kannst. Bei einer vermieteten Immobilie können dagegen beispielsweise Schuldzinsen und die AfA auf den Gebäudeanteil steuerlich relevant sein; der Kaufpreis für Grund und Boden wird nicht abgeschrieben. Das Excel-Blatt berechnet bewusst nur den Kapitalbedarf und keine Einkommensteuer, AfA oder Umsatzsteuer.
Diese Rechenfehler verteuern deinen Immobilienkauf
Der erste Fehler: Nur den Kaufpreis finanzieren
In Beratungsgesprächen sehe ich häufig eine Finanzierung mit 500.000 € Kaufpreis und 100.000 € Eigenkapital, obwohl die Nebenkosten nicht eingerechnet wurden. Bei 5,50 % Grunderwerbsteuer, 1,50 % Notar, 0,50 % Grundbuch und 3,57 % Makler kommen 55.350,00 € hinzu. Der reale Kapitalbedarf beträgt 555.350,00 €; werden nur 100.000 € eingesetzt, muss das Darlehen 455.350,00 € statt vermeintlich 400.000 € betragen.
Bei einem Sollzins von 3,80 % entsprechen 55.350,00 € zusätzlicher Finanzierung anfangs rund 2.103,30 € Jahreszins. Die Vorlage macht diesen Betrag nicht als Zins aus, zeigt aber den höheren Darlehensbedarf sofort in der Spalte Darlehensbedarf (€).
Der zweite Fehler: Das gesamte Guthaben als Eigenkapital ansetzen
Wer 150.000 € auf dem Konto hat und die komplette Summe einsetzt, besitzt nach dem Notartermin keine Liquiditätsreserve. Bei 4.500 € monatlichen Haushaltsausgaben wären sechs Monatsausgaben 27.000,00 €; realistisch verfügbar wären dann 123.000,00 €. Bei 550.000 € Gesamtkosten sinkt die EK-Quote dadurch von 27,27 % auf 22,36 %.
Trage in der Spalte Eigenkapital daher den Betrag ein, den du tatsächlich in die Transaktion geben willst. Ich bevorzuge eine separate Notreserve, weil eine defekte Heizung für 12.000 € oder eine vorübergehende Einkommenslücke sonst direkt einen teuren Dispokredit auslösen kann.
Der dritte Fehler: Regionale Steuern vertauschen
Ein Ansatz von 3,50 % für jedes Bundesland verfälscht die Gegenüberstellung. Bei 400.000 € Kaufpreis fehlen zwischen Bayern mit 14.000,00 € und Nordrhein-Westfalen mit 26.000,00 € bereits 12.000,00 €. Prüfe deshalb jede Zeile in Objektdaten und kontrolliere im Dashboard, ob ein günstiger Kaufpreis durch höhere Nebenkosten kompensiert wird.
After checking the purchase price against regional taxes, the same figures can be carried into the property return calculator, where the total cash requirement and net yield become visible at a glance.
An diesen vier Stellschrauben sinkt dein Finanzierungsbedarf
Eigenkapital gezielt einsetzen
Der direkteste Hebel ist zusätzliches Eigenkapital, aber nicht um den Preis einer leeren Rücklage. Bei 600.000 € Gesamtkosten reduziert eine Erhöhung von 100.000 € auf 130.000 € den Darlehensbedarf von 500.000 € auf 470.000 €. Bei 3,80 % Sollzins entspricht das zunächst rund 1.140,00 € weniger Jahreszins, sofern die Bank den gleichen Zinssatz anbietet.
Trage beide Varianten als separate Objekte oder Szenarien in der Spalte Eigenkapital (€) ein. So siehst du nicht nur die höhere EK-Quote von 16,67 % beziehungsweise 21,67 %, sondern auch den konkreten Unterschied beim Finanzierungsbedarf.
Kaufpreis und Nebenkosten gemeinsam verhandeln
Ein Preisnachlass wirkt auf den Kaufpreis und meist auch auf mehrere prozentuale Nebenkosten. Sinkt ein Kaufpreis von 520.000 € um 20.000 € auf 500.000 € und bleiben die vier Kostensätze zusammen bei 9,07 %, sinken die Nebenkosten rechnerisch um weitere 1.814,00 €: Der Gesamtvorteil beträgt dann 21.814,00 € statt nur 20.000,00 €.
Lege den ursprünglichen und den verhandelten Preis in zwei Zeilen von Objektdaten an. Das Dashboard zeigt dir, ob die Preisreduktion tatsächlich mehr bewirkt als ein vermeintlich günstigeres Objekt mit höherem Grunderwerbsteuersatz.
Makleranteil und Finanzierungsstruktur prüfen
- Bei 450.000 € Kaufpreis spart ein um 0,50 Prozentpunkte niedriger Käuferanteil 2.250,00 €.
- Eine Sondertilgung von 10.000 € senkt bei 3,80 % Sollzins den anfänglichen Jahreszins rechnerisch um 380,00 €.
- Eine längere Zinsbindung kann Planungssicherheit erhöhen, kostet aber häufig einen Zinsaufschlag; dieser ist in dieser Vorlage nicht enthalten.
Diese drei Punkte gehören in die Finanzierungssimulation der Bank, während die Excel-Datei den einmaligen Kapitalbedarf sauber vorbereitet. Für die erste Entscheidung ist die klare Trennung von Kaufpreis, Nebenkosten und Eigenkapital wichtiger als eine scheinbar genaue Monatsrate.
The next step is to compare that financing setup with the expected rental income using a rental calculation template.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Als Rechenbeispiel: Bei 400.000 € Kaufpreis und 36.280,00 € Nebenkosten brauchst du für eine Finanzierung ohne Nebenkostenkredit mindestens 36.280,00 € liquide Mittel. Mit zusätzlich 80.000 € für einen Teil des Kaufpreises beträgt das eingesetzte Eigenkapital 116.280,00 €; die Vorlage zeigt daraus eine Quote von 26,63 % auf 436.280,00 € Gesamtkosten.
Die Datei enthält Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten und Maklerkosten jeweils als Prozentsatz und Eurobetrag. Bei 350.000 € Kaufpreis und 5,00 %, 1,50 %, 0,50 % sowie 3,57 % ergeben sich zusammen 36.995,00 € Nebenkosten.
Ja. Der GrESt-Satz (%) steht je Objekt in einer eigenen Spalte und wird mit dem Kaufpreis verrechnet. Bei 300.000 € sind 3,50 % in Bayern 10.500,00 €, während 6,50 % in Nordrhein-Westfalen 19.500,00 € ergeben.
Ja. Die Logik lautet Gesamtkosten minus Eigenkapital. Bei 500.000 € Kaufpreis, 45.350,00 € Nebenkosten und 120.000 € Eigenkapital zeigt die Vorlage 425.350,00 € Darlehensbedarf an.
Nein. Die Vorlage berechnet den einmaligen Kapitalbedarf, die Eigenkapitalquote und den Darlehensbedarf, aber keinen vollständigen Tilgungsplan. Bei 400.000 € Darlehen und 3,80 % Sollzins wären allein 15.200,00 € anfänglicher Jahreszins zu prüfen; Tilgung, Zinsbindung und Rate gehören in eine separate Finanzierungskalkulation.
Ja. Erfasse jedes Objekt mit eigenem Kaufpreis, Bundesland, Kostensätzen und Eigenkapital in einer separaten Zeile von Objektdaten. Das Dashboard hilft dir beispielsweise, eine Immobilie mit 520.000 € Kaufpreis und 120.000 € Eigenkapital einer Variante mit 450.000 € Kaufpreis und 90.000 € Eigenkapital gegenüberzustellen.