Geldanlage & ETF

ETF Sparplan Rechner als kostenlose Excel Vorlage

Excel-Vorlage für ETF-Sparraten, Zinseszins, Kosten und Endkapital mit Auswertung über 4 Tabellenblätter.

26/06/2026
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Diese Excel-Vorlage berechnet, wie sich ein ETF-Sparplan mit Zinseszins, Sparrate, Sonderzahlung, Kosten und Rendite über Monate entwickelt. Du siehst, wie aus 200 € monatlich und 5.000 € Startkapital nach 20 Jahren ein anderes Endkapital wird als bei 300 € und 6 % Rendite.

Die Datei enthält die Blätter Sparplan, Fondsdaten, Auswertung und Anleitung. Sie rechnet Monatswerte, jährliche Rendite, TER, kumulierte Einzahlungen und Gewinn zusammen; im Dashboard werden die Entwicklung und die Verteilung der Ergebnisse sichtbar.

Gedacht ist die Vorlage für private Anleger und Selbstständige, die ihre Geldanlage vorab durchrechnen wollen. Sie ersetzt keine Depotabrechnung und keine Steueroptimierung im Detail, zeigt aber sauber, wie sich Sparrate, Laufzeit und Rendite in Euro auswirken.

Captura de tela 1: Aba Sparplan - Planilha Excel ETF Sparplan Rechner mit Zinseszins Excel Vorlage
Abbildung 1: Tabellenblatt „Sparplan"

Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage

  • Du siehst das Endkapital monatlich statt nur als grobe Jahreszahl, zum Beispiel 200 € Sparrate über 240 Monate.
  • Zinseszins wird sichtbar, weil die Vorlage Einzahlungen, Ertrag und Gewinn kumuliert ausweist.
  • Die TER fließt in die Rechnung ein; bei 0,20 % statt 0,70 % Unterschied bleiben über 20 Jahre schnell mehrere Tausend Euro mehr im Depot.
  • Sonderzahlungen lassen sich separat ansetzen, etwa 1.000 € Bonus im Dezember statt in die monatliche Sparrate zu pressen.
  • Das Blatt Auswertung zeigt auf einen Blick, wie viel du selbst eingezahlt hast und wie viel Marktgewinn dazukam.
  • Die Vorlage trennt Eingaben und Ergebnis sauber, damit du mit 300 €, 500 € oder 800 € monatlich sofort neue Szenarien rechnen kannst.
  • Für die Monatsrechnung werden deutsche Excel-Funktionen verwendet, damit du die Formeln in einer deutschen Version direkt nachvollziehen kannst.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Trage auf dem Blatt Sparplan dein Startkapital, deine monatliche Sparrate und die gewünschte Laufzeit ein. Wenn du mit 5.000 € startest und 250 € im Monat sparst, hast du nach 12 Monaten schon 8.000 € Eigenkapital vor Renditeeffekt.
  2. Hinterlege im Blatt Fondsdaten die Annahmen zu Rendite, Kosten und Startdatum. Bei 6,00 % Rendite und 0,20 % TER wird die Monatsrendite niedriger als die Bruttorendite angesetzt.
  3. Prüfe die monatlichen Werte in der Tabelle Zeile für Zeile. Dort steht, wie viel Anfangskapital, Sparrate, Sonderzahlung und Ertrag im jeweiligen Monat zusammenkommen.
  4. Wechsle ins Blatt Auswertung und vergleiche Einzahlungen, Gewinn und Endkapital. So erkennst du sofort, ob 150 € mehr Sparrate oder 3 Jahre längere Laufzeit den größeren Hebel bringt.
  5. Nutze das Diagramm im Dashboard, um den Verlauf des Vermögens zu sehen. Bei 240 Monaten und 6 % Rendite zeigt die Kurve den Zinseszinseffekt deutlich stärker als eine reine Zahlentabelle.
  6. Passe danach nur eine Stellschraube an, etwa Sparrate oder Rendite, und vergleiche das Ergebnis erneut. So kannst du Szenarien wie 200 €, 400 € oder 600 € monatlich ohne neue Datei durchrechnen.
Captura de tela 2: Aba Fondsdaten - Planilha Excel ETF Sparplan Rechner mit Zinseszins Excel Vorlage
Abbildung 2: Tabellenblatt „Fondsdaten"

Enthaltene Funktionen

Monatliche Fortschreibung des Depotwerts mit Anfangskapital, Sparrate und Sonderzahlung.
Berechnung der Monatsrendite aus der Jahresrendite, damit 6,00 % p.a. auf Monatsbasis sauber umgerechnet werden.
Abzug laufender Kosten über die TER in der Renditerechnung.
Kumulierte Einzahlungen und kumulierter Gewinn als getrennte Kennzahlen.
Diagramme für Entwicklung und Vergleich, damit du Endkapital und Einzahlungen visuell gegenüberstellst.
Blatt Fondsdaten zur strukturierten Pflege von Renditeannahmen, Startdatum und Kosten.
Anleitungsblatt mit kurzer Erklärung der Felder und der Rechenlogik.

So funktioniert die Berechnung des ETF Sparplans

Die Kernrechnung ist einfach: Du addierst monatlich Sparrate und Sonderzahlung zum vorhandenen Anfangskapital, lässt darauf die Monatsrendite wirken und ziehst die laufenden Kosten ab. Bei 5.000 € Startkapital, 250 € monatlicher Sparrate und 6,00 % Rendite p.a. liegt die Monatsrendite näherungsweise bei 0,49 %, also rund 24,50 € Ertrag im ersten Monat auf das Startkapital.

Monat für Monat wächst der Depotwert

Im ersten Monat stehen dann 5.000 € + 250 € = 5.250 € vor Rendite im Raum. Rechnet man auf diese Basis 0,49 % Rendite, entstehen etwa 25,73 € Ertrag; nach Abzug einer TER von 0,20 % p.a. bleibt der Kostenabzug pro Monat sehr klein, aber über 240 Monate spürbar. Genau deshalb trennt die Vorlage Einzahlungen kumuliert und Gewinn kumuliert sauber voneinander.

Warum Zinseszins den Unterschied macht

Wenn du 250 € im Monat für 20 Jahre sparst, zahlst du 60.000 € ein. Bei 6,00 % Rendite und ohne große Zwischenentnahmen kann daraus grob ein Depotwert im Bereich von rund 110.000 € werden; der Überschuss von etwa 50.000 € ist der Effekt aus Kurswachstum und Zinseszins. Mit 300 € statt 250 € monatlich steigt die Einzahlung auf 72.000 € und das Endkapital liegt entsprechend deutlich höher, weil jede Monatsrate künftig selbst wieder Rendite erwirtschaftet.

Captura de tela 3: Aba Auswertung - Planilha Excel ETF Sparplan Rechner mit Zinseszins Excel Vorlage
Abbildung 3: Tabellenblatt „Auswertung"

Welche Regeln und Abzüge in Deutschland in die Rechnung gehören

Bei ETF-Erträgen zählt in Deutschland nicht nur die Bruttorendite. Abgeltungssteuer fällt grundsätzlich mit 25 % plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer an, dazu kommt bei thesaurierenden Fonds die Vorabpauschale; 2026 ist außerdem der Sparerpauschbetrag von 1.000 € für Einzelpersonen und 2.000 € für Ehepaare relevant. Wenn du zum Beispiel 1.200 € steuerpflichtige Kapitalerträge im Jahr hast und 1.000 € freigestellt sind, werden nur 200 € besteuert; darauf entfallen 50 € Abgeltungssteuer plus Soli.

Freistellungsauftrag nicht vergessen

Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank oft schon bei kleinen Ausschüttungen sofort Steuer ab. Bei 300 € Jahresausschüttung und einem angenommenen Steuersatz von 26,375 % inklusive Soli gehen etwa 79,13 € an den Staat, wenn der Pauschbetrag nicht hinterlegt ist; mit Freistellungsauftrag bleiben diese 300 € bis zur Freigrenze unangetastet. Für die Praxis heißt das: Die Excel-Datei zeigt dir die Geldentwicklung vor Steuern, damit du den steuerlichen Effekt in deiner Depotrechnung bewusst mitdenken kannst.

Thesaurierung ist meist einfacher als Ausschüttung

Wer konsequent langfristig spart, fährt mit thesaurierenden Fonds oft einfacher, weil Ausschüttungen automatisch wieder angelegt werden. Bei 200 € monatlicher Sparrate und 6,00 % Rendite erzeugt jeder wiederangelegte Euro künftig selbst wieder Rendite; bei Ausschüttern musst du die Wiederanlage manuell nachziehen. In der Vorlage siehst du deshalb den Wertzuwachs im Depot, nicht nur die ausgeschütteten Beträge.

Diese Fehler kosten beim ETF Sparplan echtes Geld

Der teuerste Fehler ist eine zu geringe oder zu hohe Renditeannahme. Wer statt 6,00 % nur 4,00 % rechnet, unterschätzt bei 250 € Sparrate über 20 Jahre den Unterschied schnell um mehr als 20.000 € beim Endkapital; wer zu optimistisch mit 8,00 % plant, überschätzt die Zielsumme und baut sich einen Pufferweg, den der Markt nicht liefern muss. Die Vorlage zwingt dich deshalb, Rendite und TER getrennt einzutragen.

Zu hohe Kosten werden oft unterschätzt

Ein ETF mit 0,70 % TER statt 0,20 % TER kostet bei 60.000 € über die Jahre spürbar Rendite. Selbst wenn der Effekt in einem einzelnen Monat nur wenige Euro beträgt, summiert sich das bei 240 Monaten auf mehrere Tausend Euro Unterschied im Depotwert. Genau deswegen ist das Feld Kosten p.a. in der Datei kein Detail, sondern ein echter Hebel.

Sparrate und Laufzeit werden oft falsch gewichtet

Viele schauen nur auf die Monatsrate und übersehen die Laufzeit. Zwischen 200 € für 20 Jahre und 300 € für 20 Jahre liegen 24.000 € zusätzliche Einzahlungen; zwischen 20 und 25 Jahren bei gleicher Rate kommt dagegen vor allem der längere Zinseszinseffekt dazu. Das Blatt Auswertung macht diesen Unterschied sichtbar, weil dort Einzahlungen und Gewinn nebeneinander stehen.

Gerade bei der Auswertung von Einzahlungen und Gewinn bietet sich als Nächstes ein Sparplan für den MSCI World an, weil dort die langfristige Wirkung der Laufzeit besonders deutlich wird.

Captura de tela 4: Aba Anleitung - Planilha Excel ETF Sparplan Rechner mit Zinseszins Excel Vorlage
Abbildung 4: Tabellenblatt „Anleitung"

An diesen Stellschrauben holst du mehr aus der Vorlage heraus

Der größte Hebel ist meistens die Sparrate, nicht das Feintuning an der dritten Nachkommastelle. Erhöhst du von 200 € auf 300 € im Monat, sind das 100 € mehr pro Monat oder 1.200 € pro Jahr; über 20 Jahre kommen allein 24.000 € mehr Einzahlung zusammen, bevor Rendite überhaupt berücksichtigt wird. In der Tabelle trägst du die neue Sparrate direkt im Feld Sparrate ein und siehst den Verlauf sofort neu gerechnet.

Zweiter Hebel ist die Laufzeit

Verlängerst du einen Sparplan von 15 auf 20 Jahre, gewinnt der Zinseszinseffekt fünf zusätzliche Jahre. Bei 250 € monatlich und 6,00 % Rendite kann dieser Unterschied grob im fünfstelligen Bereich liegen, obwohl du nur 15.000 € mehr einzahlst. Deshalb lohnt es sich, in der Datei immer auch 2 Laufzeiten gegeneinander zu testen.

  • Mehr Sparrate: sofort sichtbarer Effekt auf die Einzahlung.
  • Mehr Laufzeit: stärkerer Zinseszins über die letzten Jahre.
  • Weniger TER: kleine Prozentpunkte mit großer Langzeitwirkung.

Die praktische Regel lautet: Erst Sparrate, dann Kosten, dann Laufzeit prüfen. Wer diese Reihenfolge beachtet, sieht in der Excel-Vorlage schnell, ob 50 € mehr im Monat oder 3 Jahre mehr Zeit den größeren Unterschied machen.

Nach dem Vergleich von Sparrate, Kosten und Laufzeit passt als nächster Schritt eine Depotübersicht, um die tatsächliche Entwicklung der Wertpapiere sauber gegenüberzustellen.

Häufige Fragen zu dieser Vorlage

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