Depotübersicht: kostenlose Excel Vorlage
Depotübersicht mit Einstandswert, aktuellem Kurs, Gewinn, Gewichtung und Dividende für dein Wertpapierdepot in Excel.
Wenn du mehrere ETFs, Aktien oder Fonds bei verschiedenen Depotbanken hältst, verlierst du schnell den Überblick: Kaufkurse liegen in der Mail, aktuelle Kurse im Broker, die Dividenden in einer anderen Liste. Genau an der Stelle hilft dir die Vorlage, weil du alle Positionen in einer Datei zusammenziehst und nicht mehr zwischen drei Apps springen musst.
Die Datei enthält das Blatt Depotübersicht mit ISIN, Kaufdatum, Stückzahl, Einstandswert, aktuellem Wert, Gewinn/Verlust, Gewichtung und Dividende p.a. Das Dashboard verdichtet die Zahlen zu einer kompakten Gesamtansicht, und auf dem Blatt Transaktionen kannst du Käufe und Verkäufe sauber nachhalten. Rechnet man zum Beispiel 12.000,00 € Depotwert auf 5 Positionen auf, siehst du sofort, ob eine Position mit 4.800,00 € schon 40 % des Depots ausmacht.
Die Vorlage ist für Privatanleger und Selbstständige gedacht, die ihre Geldanlage nüchtern dokumentieren wollen. Sie ersetzt aber weder ein Broker-Reporting noch eine Steuerdatenbank: Abgeltungssteuer, Vorabpauschale und Ausschüttungsdaten musst du weiterhin aus deinen Belegen übernehmen, wenn du sie genau brauchst.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst den aktuellen Depotwert je Position auf einen Blick, statt jede Kursseite einzeln zu öffnen.
- Die Vorlage berechnet den Gewinn/Verlust in Euro und in Prozent, etwa 620,00 € bei 4.000,00 € Einstandswert = 15,50 %.
- Du erkennst Übergewichtungen sofort: 6.000,00 € in einem ETF bei 15.000,00 € Gesamtdepot bedeuten 40,00 % Anteil.
- Die Dividendenübersicht zeigt dir, welche Positionen 240,00 € p.a. liefern und welche nur 18,00 € bringen.
- Du hast Käufe und Verkäufe im Blatt Transaktionen getrennt vom Bestand und kannst Fehler bei Doppelbuchungen leichter finden.
- Das Dashboard fasst deine Depotstruktur optisch zusammen und macht aus 18 Einzelpositionen eine lesbare Gesamtzahl.
- Du kannst dein Depot monatlich aktualisieren, ohne die Logik neu aufzusetzen: Zahlen ändern, Auswertung läuft weiter.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Trage im Blatt Depotübersicht jede Position mit ISIN, Name, Typ und Depotbank ein. Wenn du 8 ETFs und 4 Aktien hältst, brauchst du 12 Zeilen.
- Pflege Kaufdatum, Stückzahl und Kaufkurs ein. Aus 200 Stück zu 24,50 € entstehen 4.900,00 € Einstandswert.
- Aktualisiere den aktuellen Kurs je Position. Bei 200 Stück und 27,10 € berechnet die Vorlage 5.420,00 € aktuellen Wert.
- Prüfe Gewinn/Verlust, Gewichtung und Rendite p.a. Die Kennzahlen zeigen dir, ob eine Position nur 3,2 % beiträgt oder schon 28,0 % des Depots ausmacht.
- Erfasse im Blatt Transaktionen alle Käufe, Verkäufe und Dividendenzahlungen getrennt nach Datum. So bleibt die Historie nachvollziehbar.
- Schau ins Dashboard, um die Gesamtwerte, Verteilungen und Trends kompakt zu prüfen. Dort erkennst du sofort, ob dein Depot eher breit oder konzentriert ist.
- Nutze das Blatt Hinweise, wenn du die Spaltenstruktur oder die Eingabelogik später an dein eigenes Reporting anpassen willst.
Enthaltene Funktionen
So rechnet die Depotübersicht deine Werte aus
Die Logik ist simpel, aber genau deshalb im Alltag nützlich: Einstandswert = Stück × Kaufkurs und aktueller Wert = Stück × aktueller Kurs. Wenn du 120 Anteile zu 41,50 € gekauft hast, liegt dein Einstandswert bei 4.980,00 €. Steht der Kurs später bei 46,20 €, rechnet die Vorlage 5.544,00 € aktuellen Wert und damit 564,00 € Gewinn aus.
Die prozentuale Rendite ergibt sich aus Gewinn geteilt durch Einstandswert. In diesem Beispiel sind das 564,00 € / 4.980,00 € = 11,33 %. Die Gewichtung zeigt dir zusätzlich den Anteil am Gesamtdepot: Hat dein Depot 18.000,00 € und diese Position 5.544,00 €, dann macht sie 30,80 % aus.
Warum die Gewichtung wichtiger ist als ein einzelner Gewinn
Ein Plus von 600,00 € klingt gut, kann aber bei 50.000,00 € Depotvolumen nur 1,20 % ausmachen. Genau deshalb trenne ich in der Beratung immer Wertentwicklung und Depotanteil. Wer 8.000,00 € in eine einzige Aktie legt und der Rest des Depots 12.000,00 € umfasst, sitzt schon bei 40,00 % Klumpenrisiko.
Welche Kennzahl du zuerst prüfst
In der Praxis schaue ich zuerst auf den aktuellen Wert und die Gewichtung, dann auf Gewinn/Verlust. Erst wenn du weißt, welche Position 3.200,00 € groß ist und welche nur 240,00 €, kannst du beurteilen, ob ein Rückgang von 8,00 % überhaupt material ist. Die Vorlage macht genau diese Reihenfolge sichtbar.
Was vom Depot unter Abgeltungssteuer übrig bleibt
Für Erträge aus ETFs und Aktien gilt in Deutschland grundsätzlich die Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dazu kommt der Sparerpauschbetrag von 1.000,00 € je Person beziehungsweise 2.000,00 € bei Zusammenveranlagung. Liegen deine Kapitalerträge bei 1.600,00 €, bleiben nach Pauschbetrag 600,00 € steuerpflichtig.
Rechnest du darauf 25 % Abgeltungssteuer, sind das 150,00 €. Der Soli auf die Steuer liegt bei 8,25 %, also 12,38 € zusätzlich. Ohne Kirchensteuer kommst du in diesem Beispiel auf 162,38 € Steuerlast. Genau deshalb ist die Spalte für Dividende p.a. in der Vorlage nicht nur Deko, sondern ein realistischer Blick auf den Nettoertrag.
Freistellungsauftrag und Teilfreistellung sauber mitdenken
Wenn du den Freistellungsauftrag richtig verteilt hast, können die ersten 1.000,00 € Erträge steuerfrei bleiben. Bei einem ETF mit 30 % Teilfreistellung reduziert sich die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage zusätzlich. Aus 1.000,00 € Ertrag werden dann rechnerisch 700,00 € steuerpflichtig, was die Steuerlast spürbar drückt.
Warum die Vorlage kein Steuerreporting ersetzt
Die Datei zeigt dir Werte und Erträge, aber sie bildet nicht automatisch Vorabpauschale, Ausschüttungsdatum oder depotübergreifende Verlustverrechnungstöpfe ab. Für eine private Monatskontrolle reicht das oft aus; für die Steuererklärung musst du die Bankbelege mitnehmen. Genau diese Trennung ist sinnvoll: 15 Positionen verwalten, ohne die Steuerlogik unnötig zu vermischen.
Diese Fehler kosten bei der Depotpflege bares Geld
Der teuerste Fehler ist fast immer ein falscher Kurs oder ein falsch gepflegter Bestand. Wenn du statt 100 Stück versehentlich 10 Stück einträgst, sinkt der ausgewiesene Depotwert bei 28,00 € Kurs von 2.800,00 € auf 280,00 € — eine Abweichung von 2.520,00 €. Solche Fehler fallen oft erst auf, wenn das Dashboard unplausible Prozentwerte zeigt.
Der zweite Fehler ist die Verwechslung von Einstandswert und aktuellem Wert. Wer 5.000,00 € aktuell hält, aber nur 4.200,00 € eingezahlt hat, hat 800,00 € Buchgewinn. Wird das nicht getrennt, überschätzt du schnell die eigene Rendite und triffst falsche Entscheidungen beim Rebalancing.
Warum zu viele Positionen teuer werden können
Ein Depot mit 22 Einzelwerten klingt diversifiziert, ist aber oft unübersichtlich. Wenn du pro Monat 10 Minuten je Position prüfst, sind das 220 Minuten Arbeit. Bei 24 Monaten summiert sich das auf 88 Stunden — Zeit, in der ein kompaktere Struktur mit 6 bis 8 Kernpositionen oft besser wartbar wäre.
Wie die Vorlage Fehler sichtbar macht
Durch die Trennung von Bestand und Transaktionen erkennst du, ob ein Wertpapier wirklich verkauft wurde oder nur in einer Liste verschwindet. Das verhindert auch Doppelzählungen bei Dividenden: 180,00 € Ausschüttung zweimal erfasst sind sofort 360,00 € auf dem Papier. Die Vorlage zwingt dich damit zu einer sauberen Sicht auf dein Vermögen, nicht zu einer hübschen Schätzung.
Nach dieser sauberen Sicht auf Bestand und Ausschüttungen liegt die Dividendenübersicht als nächster Schritt nahe, weil sie die Erträge je Wertpapier ohne Doppelzählungen fortschreibt.
So holst du mehr aus der Depotübersicht heraus
Der stärkste Hebel ist nicht mehr Rendite auf dem Papier, sondern eine klarere Struktur. Wenn du eine Position von 12.000,00 € auf zwei Teilbeträge à 6.000,00 € aufteilst, siehst du schneller, ob sie das Depot zu stark dominiert. In der Vorlage erkennst du das an der Spalte Gewichtung (%) und am Dashboard.
Sparrate, Rendite und Laufzeit getrennt denken
Eine monatliche Sparrate von 250,00 € über 20 Jahre sind 60.000,00 € Einzahlungen. Bei 6,00 % Rendite entstehen daraus grob 100.000,00 € bis 110.000,00 € Endwert, je nach Zeitpunkt der Einzahlungen. Erhöhst du die Sparrate auf 350,00 €, liegen die Einzahlungen schon bei 84.000,00 € und der Endwert merklich höher.
Welche Stellschraube zuerst im Blatt eintragen
- Aktuellen Kurs aktualisieren, wenn du nur einen Tagescheck brauchst.
- Gewichtung prüfen, wenn eine Position über 25,00 % kommt.
- Dividende p.a. pflegen, wenn du auf laufende Erträge schaust.
Für die meisten Anleger bringt die saubere Kurs- und Bestandsführung mehr als ein kompliziertes Zusatzmodell. Deshalb ist das Blatt bewusst schlank aufgebaut: 15 Spalten reichen, um ein Depot mit 10, 20 oder 30 Positionen verlässlich zu überblicken.
Für den nächsten Überblick über die 10, 20 oder 30 Positionen passt die Depotübersicht als saubere Fortsetzung der Bestandsführung.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Die Tabelle enthält ISIN, Wertpapiername, Typ, Depotbank, Kaufdatum, Stück, Kaufkurs, aktuellen Kurs, Einstandswert, aktuellen Wert, Gewinn/Verlust in Euro und Prozent, Gewichtung, Dividende p.a. und Rendite p.a. Damit kannst du eine Position mit 150 Stück zu 18,40 € und einem aktuellen Kurs von 20,10 € direkt durchrechnen.
Ja, genau dafür ist sie geeignet. Ein ETF mit 8.500,00 € und eine Einzelaktie mit 2.400,00 € laufen in derselben Übersicht, solange du den Typ sauber pflegst. So siehst du sofort, ob dein Depot etwa 70 % ETF- und 30 % Aktienanteil hat.
Nein, sie zeigt Wertentwicklung und Erträge, aber kein vollständiges Steuerreporting. Für 1.200,00 € Dividenden im Jahr und 1.000,00 € Sparerpauschbetrag kannst du die steuerliche Größenordnung zwar abschätzen, doch die Abrechnung mit Vorabpauschale und Bankverrechnungstöpfen bleibt außen vor.
Dort hältst du Käufe, Verkäufe und Ausschüttungen getrennt fest. Wenn du zum Beispiel 3 Käufe à 500,00 € und eine Dividende von 42,50 € erfasst, kannst du später nachvollziehen, woher der aktuelle Bestand stammt. Das ist besonders hilfreich, wenn du Positionen im Laufe des Jahres aufstockst.
Das Dashboard verdichtet die Depotdaten zu einer kompakten Übersicht. Wenn dein Depot 24.000,00 € schwer ist und drei Positionen zusammen 15.600,00 € ausmachen, erkennst du dort sofort die Konzentration. Für die Monatskontrolle reicht das meist völlig aus.
Für Privatanleger und Selbstständige, die ihre Wertpapiere sachlich dokumentieren wollen, ohne ein eigenes Reporting-System aufzubauen. Wer nur 2 Positionen hält, braucht sie kaum; wer 10 bis 30 Werte verwaltet, spart mit einer sauberen Excel-Übersicht schnell eine Stunde pro Monatskontrolle.