Abgeltungssteuer Rechner als Excel Vorlage
Excel-Vorlage für Kapitalerträge, Sparerpauschbetrag, Soli und Kirchensteuer mit Eingaben, Berechnung und Dashboard.
Diese Excel-Vorlage berechnet die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge, den Sparerpauschbetrag, den Solidaritätszuschlag und optional die Kirchensteuer. Du erfasst Bruttoerträge, Verluste, Vorabpauschalen und den genutzten Freibetrag; die Datei liefert dir den Nettoertrag je Vorgang und die Gesamtsicht im Dashboard.
Die Vorlage enthält die Blätter Eingaben, Berechnung, Dashboard und Hinweise. In der Praxis werden die Beträge je Zeile automatisch aufbereitet, damit du auf einen Blick siehst, welcher Ertrag steuerpflichtig ist und was nach Steuern übrig bleibt.
Gedacht ist sie für Privatanleger, Familien und Selbstständige mit mehreren Depotpositionen oder Konten. Sie ersetzt keine Steuererklärung und bildet keine Sonderfälle wie ausländische Quellensteuer im Detail ab, aber sie macht die Standardrechnung mit 25 % Abgeltungssteuer, 5,5 % Soli auf die Steuer und 30 % Teilfreistellung bei Aktienfonds sauber nachvollziehbar.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst je Ertrag sofort den Nettoertrag statt nur den Bruttobetrag.
- Der Sparerpauschbetrag von 1.000,00 € pro Person lässt sich pro Zeile berücksichtigen.
- Verluste und Vorabpauschalen werden getrennt erfasst und nicht mit Dividenden verwechselt.
- Die Berechnung zeigt dir den Effekt von 25 % Abgeltungssteuer plus Soli in Euro.
- Bei kirchensteuerpflichtigen Vorgängen kannst du den Zuschlag mit 8 % oder 9 % direkt vergleichen.
- Das Dashboard bündelt mehrere Vorgänge und zeigt Summen statt Einzelbuchungen.
- Die Struktur ist so aufgebaut, dass du mit 10, 50 oder 200 Transaktionen arbeiten kannst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Trage im Blatt Eingaben pro Vorgang eine Zeile ein. Für eine Dividende über 850,00 € und einen genutzten Pauschbetrag von 801,00 € siehst du sofort die steuerliche Restbasis.
- Prüfe die Felder für Kirchensteuerpflicht, Kirchensteuersatz und Vorabpauschale. Bei 9 % Kirchensteuer macht ein Steuerbetrag von 200,00 € bereits 18,00 € Zuschlag aus.
- Wechsle ins Blatt Berechnung und kontrolliere die Formeln. Dort werden Abgeltungssteuer, Soli und Kirchensteuer je Vorgang in Euro berechnet.
- Nutze das Blatt Dashboard, um Summen, Anteile und die Entwicklung deiner Kapitalerträge zu sehen. Bei 12 Vorgängen mit je 125,00 € Steuer kommt schnell eine Jahressumme von 1.500,00 € zusammen.
- Vergleiche die Übersicht mit deinen Bankabrechnungen oder dem Jahressteuerreport. So erkennst du, ob Bruttoertrag, Verlustverrechnungstopf und Nettoertrag zusammenpassen.
- Lies das Blatt Hinweise, bevor du die Datei für das nächste Jahr fortschreibst. Dort steht, wie du neue Zeilen ergänzt und welche Werte du nicht überschreiben solltest.
Enthaltene Funktionen
So funktioniert die Berechnung der Abgeltungssteuer
Die Kernrechnung ist einfach: Auf den steuerpflichtigen Kapitalertrag kommen 25 % Abgeltungssteuer nach § 32d EStG, darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag. Bei 850,00 € Bruttoertrag und 801,00 € genutztem Sparerpauschbetrag bleiben 49,00 € steuerpflichtig, daraus werden 12,25 € Steuer und 0,67 € Soli.
Ein Beispiel mit Dividende und Soli
Nimm 1.250,00 € ETF-Ausschüttung, 150,00 € Verlustverrechnungstopf und 200,00 € bereits genutzten Freibetrag. Die steuerliche Basis liegt dann bei 900,00 €; davon sind 225,00 € Abgeltungssteuer. Der Soli beträgt 12,38 €, wenn keine Kirchensteuer anfällt. Das Netto aus dieser Position liegt damit bei 1.012,62 € vor eventuellen weiteren Abzügen.
Warum die Zeilenlogik wichtig ist
Die Vorlage rechnet nicht pauschal über das Jahr, sondern pro Vorgang. Das ist praktisch, weil ein Tagesgeldzins von 95,50 € anders behandelt wird als eine Fonds-Ausschüttung mit Teilfreistellung oder eine Vorabpauschale. Genau diese Trennung verhindert, dass du Steuer und Nettoertrag in einem Topf vermischst.
That same line-by-line separation is also what you need when you move from tax treatment to a cash basis profit statement, where each receipt and deduction has to stay cleanly assigned to its own row.
Welche Steuern 2026 auf Kapitalerträge anfallen
Für private Kapitalerträge gelten 2026 in der Regel 25 % Abgeltungssteuer plus 5,5 % Soli auf die Steuer, also effektiv 26,375 % ohne Kirchensteuer. Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000,00 € für Einzelpersonen und 2.000,00 € bei zusammen veranlagten Ehegatten. Wer bei 3.000,00 € Erträgen den Freibetrag nutzt, zahlt auf 2.000,00 € die Abgeltungssteuer.
Kirchensteuer als zusätzlicher Hebel
Mit 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer kommen bei 200,00 € Steuer noch 18,00 € hinzu. Bei 8 % sind es 16,00 €. Die Vorlage lässt dich dafür den Steuersatz direkt angeben, damit du den Unterschied zwischen Bundesland und Kirchensteuerpflicht in Euro siehst.
Teilfreistellung und Vorabpauschale
Bei Aktienfonds wird die Teilfreistellung von 30 % berücksichtigt. Aus 1.000,00 € steuerlichem Ertrag werden dann nur 700,00 € besteuert; die Steuer sinkt rechnerisch von 250,00 € auf 175,00 €. Die Vorabpauschale wird als eigener Posten geführt, weil sie bei thesaurierenden Fonds steuerlich anders wirkt als eine Ausschüttung.
Diese Fehler machen Kapitalanleger am teuersten
Der teuerste Fehler ist oft, den Verlustverrechnungstopf zu ignorieren. Wer 400,00 € Verluste aus Aktienverkäufen nicht berücksichtigt, zahlt auf 400,00 € zu viel Gewinn 100,00 € Abgeltungssteuer plus etwa 5,50 € Soli. Über mehrere Jahre summiert sich das schnell auf 200,00 € bis 500,00 € Fehlbetrag.
Freibetrag doppelt vergessen
Viele sehen den Sparerpauschbetrag nur auf dem Bankauszug, aber nicht in der eigenen Rechnung. Wenn du 1.000,00 € Freibetrag ungenutzt lässt und 25 % Steuersatz anfallen, verschenkst du 250,00 € Steuerentlastung; mit Soli sind es rund 263,75 €. Die Vorlage macht genau diesen Wert in der Spalte „Sparer-Pauschbetrag genutzt“ sichtbar.
Kirchensteuer falsch angesetzt
Ein Satz von 9 % statt 8 % klingt klein, ist aber messbar. Bei 500,00 € Abgeltungssteuer sind das 45,00 € statt 40,00 €, also 5,00 € Unterschied je Vorgang. Wer viele Ausschüttungen hat, sieht auf Jahressicht schnell 30,00 € bis 60,00 € Abweichung, wenn der Satz falsch gepflegt wird.
Auf Jahressicht landen genau solche Abweichungen in der Ergebnisrechnung und verschieben dort den ausgewiesenen Überschuss merklich.
So holst du aus der Vorlage mehr heraus
Der größte Hebel ist die saubere Trennung von Ausschüttung, Zinsen und Vorabpauschale. Wenn du 12 Monatsbuchungen statt einer Jahressumme erfasst, erkennst du sofort, wo 20,00 € Soli oder 15,00 € Kirchensteuer herkommen. In der Vorlage trägst du das in den Spalten für Bruttoertrag, Pauschbetrag und Status ein.
Hebel 1: Freibetrag richtig verteilen
Wer den Sparerpauschbetrag zuerst auf die Vorgänge mit dem höchsten Ertrag ansetzt, spart am meisten Steuer. Beispiel: 1.000,00 € Freibetrag auf eine Ausschüttung mit 1.500,00 € Ertrag senkt die Steuerlast um 250,00 €; auf eine Zinszahlung von 200,00 € wäre der Effekt nur 50,00 €. Die Reihenfolge macht also einen Unterschied von 200,00 €.
Hebel 2: Teilfreistellung bei Aktienfonds nutzen
Bei 5.000,00 € Aktienfonds-Ertrag reduziert die 30 % Teilfreistellung die Bemessungsgrundlage auf 3.500,00 €. Das spart 375,00 € Abgeltungssteuer gegenüber einem voll steuerpflichtigen Ertrag. Genau deshalb lohnt es sich, den Anlagetyp in der Eingabetabelle sauber zu wählen.
- Bruttoerträge je Depot getrennt erfassen.
- Freibetrag nicht pauschal, sondern gezielt einsetzen.
- Aktienfonds von Zinsen und Geldmarktfonds unterscheiden.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Sie berechnet auf Basis deiner Eingaben die Abgeltungssteuer, den Solidaritätszuschlag, optional die Kirchensteuer und den Nettoertrag je Vorgang. Bei 1.000,00 € Ertrag und 1.000,00 € genutztem Freibetrag fällt rechnerisch keine Steuer an, bei 1.000,00 € steuerpflichtigem Ertrag dagegen 250,00 € Steuer plus Soli.
Ja, die Vorlage ist für Dividenden, ETF-Ausschüttungen, Zinsen und ähnliche Kapitalerträge aufgebaut. Wenn du zum Beispiel 6 Vorgänge mit je 180,00 € Dividende erfasst, kannst du die Steuer je Position und die Jahressumme im Dashboard getrennt sehen.
Der Sparerpauschbetrag wird als eigener Betrag je Zeile geführt und mindert die steuerpflichtige Basis. Bei 800,00 € Ertrag und 500,00 € genutztem Freibetrag bleiben 300,00 € steuerpflichtig; daraus werden 75,00 € Abgeltungssteuer vor Soli und Kirchensteuer.
Ja, über die Spalte „Kirchensteuerpflichtig?“ und den Kirchensteuersatz. Bei 200,00 € Steuer sind das in der Praxis 16,00 € oder 18,00 € Zuschlag, je nachdem ob du 8 % oder 9 % einträgst.
Die Vorabpauschale ist für thesaurierende Fonds relevant und wird separat erfasst. Wenn sie 120,00 € beträgt, erhöht sie die steuerliche Bemessungsgrundlage entsprechend; die Vorlage behandelt sie nicht als normale Ausschüttung, damit die Rechnung sauber bleibt.
Nein, sie ist ein Rechentool für die Übersicht und Vorbereitung. Für 14 Buchungen im Jahr mit insgesamt 1.450,00 € Steuer zeigt sie dir die Werte transparent an, ersetzt aber nicht die Abgabe über ELSTER oder die endgültige Erklärung beim Finanzamt.