Depot Performance Übersicht: kostenlose Excel Vorlage
Excel-Vorlage für Depotdaten, Performance, Anlageklassen und Ziele mit Kennzahlen, Diagrammen und Auswertung für Privatanleger.
Die Vorlage ist eine Excel-Datei zur Auswertung deines Wertpapierdepots: Du erfasst Käufe, aktuelle Kurse, Dividenden und Anlageklassen und bekommst daraus Einstandswert, Marktwert sowie Gewinn oder Verlust je Position.
Sie enthält die Blätter Depotdaten, Performance-Übersicht, Anlageklassen & Ziele und Anleitung. In der Tabelle werden aus Stückzahl und Kurs automatisch der Einstandswert, der Aktueller Wert und die Rendite in Euro und Prozent berechnet; das Dashboard verdichtet die Positionen zu Gesamtwert, Gewinn und Depotstruktur.
Gedacht ist die Datei für Privatanleger mit ETF- oder Aktien-Depot, die ihre Entwicklung ohne Broker-Export nachvollziehen wollen. Sie ersetzt keine Steueranalyse und keine Echtzeit-Anbindung an die Bank; Ausschüttungen, Vorabpauschale und Steuerabzüge musst du bei Bedarf separat ergänzen.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst den Depotwert je Position und insgesamt in Euro, statt dich durch einzelne Orderhistorien zu klicken.
- Gewinn und Verlust werden aus Kaufkurs und aktuellem Kurs rechnerisch sichtbar, zum Beispiel 50 Stück à 210,50 € bei 238,40 € ergeben 1.395,00 € Buchgewinn vor Kosten.
- Die Vorlage trennt Aktien, ETFs und weitere Anlageklassen, damit du die Struktur deines Depots auf einen Blick erkennst.
- Das Dashboard fasst Werte nach Anlageklassen zusammen und macht eine 70/30- oder 60/40-Struktur sofort prüfbar.
- Du kannst Dividenden je Position erfassen und mit dem Marktwert zusammenlesen, etwa 4,80 € je Aktie bei 50 Stück = 240,00 € Auszahlung.
- Die Datei eignet sich auch für mehrere Broker, weil jede Position eine eigene Zeile mit Depotbank und ISIN hat.
- Du erkennst Übergewichtungen früh: Wenn eine Position 18.000 € von einem Depotwert von 60.000 € ausmacht, liegt ihr Anteil bei 30 % und fällt im Diagramm sofort auf.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Trage im Blatt Depotdaten jede Position in eine Zeile ein. Wichtig sind Datum, Wertpapier, ISIN, Stückzahl, Kaufkurs und aktueller Kurs.
- Ergänze deine Depotbank und die Anlageklasse. So kann die Vorlage später Aktien, ETFs und andere Titel getrennt auswerten.
- Hinterlege die aktuellen Kurse regelmäßig neu. Bei 30 Stück und einem Kursanstieg von 142,00 € auf 178,60 € steigt der Positionswert um 1.098,00 €.
- Prüfe das Blatt Performance-Übersicht. Dort werden Gesamtwert, Einstandswert, Gewinn/Verlust und Rendite aus den Einzelzeilen verdichtet.
- Nutze Anlageklassen & Ziele, um Soll-Gewichte festzulegen. Wenn du 40 % ETFs und 60 % Aktien willst, zeigt dir die Auswertung Abweichungen in Prozent und Euro.
- Vergleiche die Entwicklung mit deinen Zielen und korrigiere nur dort, wo die Abweichung wirtschaftlich relevant ist. Ein Minus von 120,00 € ist anders zu bewerten als eine Untergewichtung von 6.000,00 €.
- Lies zum Schluss die Anleitung. Dort siehst du, wie die Blätter zusammenspielen und welche Felder du nur manuell ändern solltest.
Enthaltene Funktionen
So rechnest du die Depotperformance sauber aus
Die Logik ist simpel, aber in der Praxis werden oft die falschen Zahlen verglichen. Für jede Position rechnest du zuerst den Einstandswert als Stückzahl × Kaufkurs, dann den aktuellen Wert als Stückzahl × aktueller Kurs. Bei 50 Allianz-Aktien zu 210,50 € liegt der Einstandswert bei 10.525,00 €; bei 238,40 € aktueller Kurs liegt der Marktwert bei 11.920,00 €.
Der Buchgewinn beträgt also 1.395,00 € vor Gebühren und Steuern. In Prozent sind das 1.395,00 € ÷ 10.525,00 € = 13,26 %. Genau diese Rechnung steckt hinter der Vorlage, damit du nicht nur den Depotwert siehst, sondern die Bewegung dahinter.
Warum Euro und Prozent beide nötig sind
Ein Plus von 8 % klingt gut, sagt dir aber nicht, ob es 80,00 € oder 8.000,00 € sind. Bei 30 SAP-Aktien zu 142,00 € und 178,60 € aktueller Kurs sind das 1.386,00 € Einstandswert, 5.358,00 € Marktwert und 3.972,00 € Gewinn. Die Vorlage zeigt dir beides nebeneinander, damit du kleine Schwankungen nicht überbewertest und große Positionen nicht übersiehst.
Wie das Dashboard die Einzelwerte bündelt
Auf dem Blatt Performance-Übersicht werden die Einzelpositionen zu Gesamtwert, Gesamt-Einstand und Gesamtgewinn addiert. Wenn dein Depot aus 6 Positionen besteht und jede Position zwischen 1.500,00 € und 12.000,00 € liegt, erkennst du sofort, ob eine einzelne Aktie 25 % des Depots ausmacht. Genau diese Konzentration ist oft der eigentliche Risikotreiber, nicht die Tagesbewegung von 1,2 %.
Welche steuerlichen Punkte du bei Ausschüttungen und Kursgewinnen kennen musst
Für deutsche Privatanleger zählt bei Ausschüttungen und Verkäufen die Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag; Kirchensteuer kommt je nach Zugehörigkeit dazu. Der Sparerpauschbetrag liegt 2026 bei 1.000 € für Einzelpersonen und 2.000 € für zusammen Veranlagte. Ohne Freistellungsauftrag werden Erträge oberhalb dieser Grenze direkt belastet.
Ein Beispiel: Du erzielst 1.400,00 € Dividenden im Jahr. Davon bleiben 1.000,00 € über den Pauschbetrag steuerfrei, 400,00 € sind steuerpflichtig. Darauf fallen 25 % = 100,00 € Abgeltungssteuer an, plus 5,5 % Soli auf die Steuer, also 5,50 €; zusammen sind das 105,50 € vor Kirchensteuer. Die Vorlage weist Dividenden getrennt aus, damit du solche Beträge im Blick behältst.
Thesaurierend oder ausschüttend
Bei thesaurierenden ETFs fällt die Steuerwirkung über die Vorabpauschale an, bei ausschüttenden ETFs über reale Auszahlungen. Wenn ein ETF 240,00 € Ausschüttung bringt und dein Freistellungsauftrag noch 120,00 € frei hat, werden nur 120,00 € steuerlich erfasst. Für viele Anleger ist die ausschüttende Variante leichter nachzuverfolgen, weil Bargeld auf dem Konto sichtbar wird; thesaurierend ist besser, wenn du automatisch wieder anlegen willst.
Was die Vorlage leisten kann und was nicht
Die Datei kann deine Kapitalerträge sichtbar machen, aber sie ersetzt keine Steuerbescheinigung und keine Depotabrechnung. Sie ist dafür gedacht, dass du deine Werte vor dem Blick ins Brokerportal geordnet nachvollziehen kannst. Wer mit 8 Positionen und 60.000,00 € Depotvolumen arbeitet, braucht diese Trennung zwischen Marktwert, Ausschüttung und Steuerabzug ziemlich schnell, sonst wird die Rendite überschätzt.
Diese Fehler verfälschen deine Depotwertung
Der teuerste Fehler ist, nur den Kontostand zu betrachten und nicht den Einstand. Wer 12.000,00 € Depotwert sieht, aber 9.500,00 € eingesetztes Kapital vergisst, verwechselt Buchgewinn mit echtem Vermögenszuwachs. Bei einem späteren Kursrückgang auf 10.800,00 € wirkt das wie ein Minus von 1.200,00 €, obwohl der Restgewinn noch 1.300,00 € beträgt.
Gebühren werden oft zu spät berücksichtigt
Wenn du pro Kauf und Verkauf 9,90 € zahlst und im Jahr 20 Transaktionen machst, kosten dich Ordergebühren 198,00 €. Bei einem Depot mit 40.000,00 € und einer erwarteten Jahresrendite von 6 % sind das 2.400,00 € Bruttoertrag; Gebühren fressen davon schon 8,25 %. Die Vorlage macht Gebühren zwar nicht automatisch sichtbar, aber sie zwingt dich zur sauberen Trennung von Kaufkurs und aktuellem Kurs, damit du sie manuell mitdenken kannst.
Übergewichtete Einzelwerte werden unterschätzt
Ein zweiter Fehler ist die falsche Risikowahrnehmung. Wenn eine Position 18.000,00 € von 60.000,00 € Depotwert ausmacht, sind das 30 % in einem einzigen Wertpapier. Fällt diese Position um 15 %, verliert das Depot allein dadurch 2.700,00 €. Das siehst du nur, wenn die Anlageklasse und die Positionsgröße konsequent gepflegt werden.
Falsche Rendite durch unvollständige Daten
Wer Dividenden nicht erfasst, rechnet die Rendite zu niedrig; wer Einstandswerte ohne Nachkäufe lässt, rechnet sie zu hoch. Bei 240,00 € Dividenden auf ein 10.000,00 € Investment sind das schon 2,4 Prozentpunkte Unterschied. Genau deshalb ist die Zeilenerfassung in der Vorlage wichtiger als ein hübsches Dashboard.
Genau an dieser Stelle wird auch die Vermögensentwicklung sichtbar, weil jede zusätzliche Dividende und jeder Nachkauf nicht nur die Rendite, sondern auch den Gesamtwert des Depots verändert.
Mit diesen Stellschrauben holst du mehr aus der Auswertung heraus
Der größte Hebel ist nicht das Diagramm, sondern die Qualität der Eingaben. Wenn du den Kurs monatlich statt nur quartalsweise aktualisierst, siehst du bei einem 25.000,00 € Depot schon bei einer Veränderung von 2 % einen Unterschied von 500,00 €. Das ist früh genug, um Rebalancing zu prüfen, und spät genug, um nicht auf jedes Marktgeräusch zu reagieren.
Zielgewichte statt Bauchgefühl
Trage im Blatt Anlageklassen & Ziele deine Soll-Verteilung ein, zum Beispiel 70 % ETFs und 30 % Aktien. Bei einem Depotwert von 50.000,00 € wären das 35.000,00 € ETF-Anteil und 15.000,00 € Aktienanteil. Wenn du tatsächlich 41.000,00 € ETFs hältst, bist du um 6.000,00 € übergewichtet; das ist ein klarer Rebalancing-Hinweis.
Dividenden getrennt verfolgen
Wer Ausschüttungen separat notiert, sieht schneller, ob das Depot wirklich Ertrag bringt oder nur Kursschwankungen liefert. Bei 12 monatlichen Ausschüttungen à 18,00 € kommen 216,00 € zusammen; bei 36,00 € im Quartal wären es ebenfalls 144,00 € im Jahr, also deutlich weniger. Mit dieser Zahl in der Vorlage kannst du sofort prüfen, ob ein Titel überhaupt zu deiner Einkommensidee passt.
- Aktualisiere Kurse regelmäßig, damit die Rendite nicht auf alten Werten basiert.
- Pflege Anlageklassen sauber, damit das Kreisdiagramm wirklich aussagekräftig bleibt.
- Nutze Ziele in Euro, nicht nur in Prozent, weil 5 % Abweichung bei 10.000,00 € eben nur 500,00 € sind, bei 100.000,00 € aber 5.000,00 €.
So wird aus einer einfachen Liste ein Werkzeug für Rebalancing und Depotkontrolle. Die Vorlage ist dafür genau richtig, weil sie einfache Daten in eine auswertbare Struktur bringt, ohne dich an ein Broker-Ökosystem zu binden.
Für die konkrete Sparrate passt anschließend ein Sparplan-Rechner, weil sich damit die Zielbeträge je Anlageklasse sauber durchrechnen lassen.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Am wichtigsten sind Stückzahl, Kaufkurs und aktueller Kurs, weil daraus Einstandswert, Marktwert und Gewinn berechnet werden. Wenn du zum Beispiel 80 ETF-Anteile zu 130,20 € und 145,00 € aktualisiertem Kurs einträgst, ergibt das 10.416,00 € Einstand und 11.600,00 € Marktwert.
Ja, wenn du pro Zeile die jeweilige Depotbank angibst. Dann kannst du etwa 12 Positionen bei comdirect und 7 Positionen bei ING in einem Blatt bündeln und trotzdem sehen, welche Bank welche Werte hält.
Dort vergleichst du deinen Ist-Anteil mit dem gewünschten Ziel. Wenn du 60.000,00 € Depotwert hast und davon 18.000,00 € in Aktien liegen, beträgt der Aktienanteil 30 %; willst du 20 %, musst du 6.000,00 € umschichten oder neu investieren.
Nein, die Vorlage zeigt Werte und Renditen, aber keine vollständige Steuerabrechnung. Bei 1.400,00 € Dividenden kannst du die Steuerwirkung zwar grob nachvollziehen, die konkrete Abrechnung über Freistellungsauftrag, Teilfreistellung und Brokerabrechnung bleibt aber ein separater Schritt.
Beides geht, solange du jede Position sauber in eine Zeile schreibst. Für ein ETF-Depot mit 5 Positionen und 3 Einzelaktien ist das sogar praktisch, weil du die Mischung direkt im Dashboard siehst.
Für eine sinnvolle Kontrolle reicht vielen Anlegern ein monatlicher Abgleich. Wenn sich ein 30.000,00 € Depot um 2 % bewegt, sind das 600,00 €; diese Größenordnung sieht man in der Monatsansicht deutlich besser als erst am Jahresende.