Vermögensübersicht kostenlose Excel Vorlage
Vorlage für private Anlagen mit Depot, Kursen, Marktwert, Gewinn und Auswertung nach Anlageklasse, Risiko und Liquidität.
Diese Excel-Vorlage ist eine private Vermögensübersicht für Anlagen wie ETFs, Aktien, Tagesgeld, Festgeld oder Immobilienanteile. Sie zeigt dir je Position Einstandswert, aktuellen Kurs, Marktwert sowie Gewinn oder Verlust in Euro und Prozent.
Die Datei enthält die Blätter Anlagen, Uebersicht, Auswertung und Hinweise. Automatisch berechnet werden unter anderem der Marktwert, der Gesamtertrag, die Gewichtung nach Anlageklasse und die Übersicht nach Liquidität und Risiko.
Gedacht ist die Vorlage für Privathaushalte und Selbstständige, die ihr Vermögen sauber erfassen wollen. Sie ersetzt keine vollständige Steuerbilanz und bildet keine Bilanz oder GuV nach HGB ab, sondern ist ein praktisches Arbeitsblatt für die private Vermögenssteuerung.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst pro Position sofort Einstandswert, Marktwert und Gewinn oder Verlust in Euro.
- Die Übersicht macht dein Gesamtvermögen nach Anlageklassen sichtbar, zum Beispiel 45.000 € in ETFs und 12.000 € in Tagesgeld.
- Du erkennst Klumpenrisiken, wenn etwa 70 % deines Vermögens in nur einer Position liegen.
- Die Vorlage hilft dir, liquide und weniger liquide Anlagen sauber zu trennen, etwa 8.000 € Tagesgeld gegen 30.000 € Depotwert.
- Du kannst Erträge pro Jahr erfassen und damit die laufende Rendite besser einschätzen.
- Die Auswertung zeigt dir, wo dein Kapital liegt und welche Positionen unter Druck geraten sind.
- Für die private Planung ist das meist brauchbarer als eine lose Notizliste mit 20 Werten in verschiedenen Apps.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Trage im Blatt Anlagen jede Position einzeln ein, zum Beispiel einen ETF, ein Tagesgeldkonto oder eine Festgeldanlage.
- Pflege Kaufdatum, Stückzahl, Einstandskurs und aktuellen Kurs. Bei 100 ETF-Anteilen zu 87,50 € und einem Kurs von 93,20 € berechnet die Datei den Zwischenstand automatisch.
- Prüfe, ob Liquidität, Risiko und Steuerstatus passend gesetzt sind. So erkennst du schnell, ob 15.000 € kurzfristig verfügbar sind oder gebunden bleiben.
- Wechsle in Uebersicht, um die Summen nach Anlageklasse, Liquidität und Risiko zu kontrollieren.
- Nutze Auswertung, um die Verteilung und die größten Positionen zu prüfen. Ein Depot mit 60.000 € in 6 Positionen wirkt anders als 60.000 € in 2 Positionen.
- Sieh im Blatt Hinweise nach, wenn du die Logik der Felder oder die Farbkennzeichnung verstehen willst.
- Aktualisiere Kurse regelmäßig, damit Marktwert und Gewinnspanne nicht auf einem alten Stand von vor 3 Monaten bleiben.
Enthaltene Funktionen
So rechnet die Vermögensübersicht deine Anlagen zusammen
Die Logik ist schlicht: Aus Stückzahl und Einstandskurs entsteht der Einstandswert, aus Stückzahl und aktuellem Kurs der Marktwert. Wenn du 200 ETF-Anteile zu 50,00 € gekauft hast, liegt dein Einstandswert bei 10.000,00 €; steigt der Kurs auf 58,00 €, liegt der Marktwert bei 11.600,00 € und der Buchgewinn bei 1.600,00 €.
Ein Beispiel mit drei typischen Positionen
Nimm ein Depot mit 12.000,00 € ETF, 8.000,00 € Aktien und 5.000,00 € Tagesgeld. Wenn der ETF um 8 % steigt, sind daraus 12.960,00 € geworden; die Aktien verlieren 5 %, also 7.600,00 €; das Tagesgeld bleibt bei 5.000,00 €. Der Gesamtwert liegt dann bei 25.560,00 € statt 25.000,00 €, also 560,00 € im Plus.
Warum die Trennung nach Anlageklasse wichtig ist
Eine einzige Gesamtsumme von 25.560,00 € sagt wenig, wenn 12.960,00 € davon stark schwanken und nur 5.000,00 € sofort verfügbar sind. Genau deshalb trennt die Vorlage Liquidität, Risiko und Anlageklasse. In der Praxis ist ein Depot mit 70 % Aktien und 30 % Cash etwas völlig anderes als ein Festgeldblock über 25.000,00 € mit 12 Monaten Bindung.
Was für private Anlagen steuerlich und rechtlich zählt
Bei Wertpapieren greift in Deutschland meist die Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag, dazu der Sparerpauschbetrag von 1.000,00 € je Person beziehungsweise 2.000,00 € bei Zusammenveranlagung. Wenn du im Jahr 1.400,00 € Kapitalerträge hast und einen Freistellungsauftrag über 1.000,00 € erteilt hast, werden nur 400,00 € steuerpflichtig; darauf fallen 100,00 € Abgeltungssteuer plus Soli an, also grob 105,50 €.
Wann die Steuer bei Kursgewinnen relevant wird
Verkaufst du Anteile mit 3.000,00 € Gewinn, ist der Sparerpauschbetrag schnell aufgebraucht. Bei 25 % Steuer plus Solidaritätszuschlag bleiben von 3.000,00 € Gewinn ohne Freibetrag rund 2.211,75 € nach Steuer übrig, wenn keine weiteren Besonderheiten greifen. Bei thesaurierenden ETFs kommt zusätzlich die Vorabpauschale ins Spiel, deshalb kann auch ohne Verkauf ein kleiner Steuerabzug entstehen.
Warum saubere Daten im Zweifel besser sind als Schätzwerte
Für private Anlagen ist keine EÜR oder gewerbliche GoBD-Buchhaltung nötig, aber die Nachvollziehbarkeit der Werte ist trotzdem sinnvoll. Wer Kaufdatum, Einstandskurs und Verkäufe sauber einträgt, kann später nachvollziehen, ob aus 20.000,00 € Einsatz tatsächlich 24.500,00 € geworden sind oder ob ein Teil der Rendite bereits steuerlich abgeflossen ist. Für die Vorlage ist genau diese Trennung entscheidend: Vermögen sichtbar machen, nicht steuerliche Sonderfälle verstecken.
Diese Fehler machen private Anleger bei der Vermögensübersicht teuer
Der teuerste Fehler ist oft nicht der falsche Fonds, sondern eine falsche Bestandsaufnahme. Wer bei 50.000,00 € Depotwert 5.000,00 € doppelt zählt oder 3.000,00 € alte Kursgewinne als Cash behandelt, überschätzt seine Liquidität um 8.000,00 € und plant Ausgaben, die nicht da sind.
Einstandswert und Marktwert werden oft verwechselt
Wenn du 10.000,00 € investiert hast und die Position heute 13.000,00 € wert ist, sind 3.000,00 € Gewinn noch kein verfügbarer Zahlungsstrom. Wer diesen Unterschied ignoriert, verkauft im Zweifel bei einem Rücksetzer von 15 % zu früh oder greift auf teure Dispokredite zu, obwohl formal Vermögen vorhanden ist. Genau deshalb zeigt die Vorlage beide Werte nebeneinander.
Zu grobe Kategorien kosten Überblick
„Sonstiges“ ist in der Praxis ein Sammelbecken für Fehler. Stecken dort 18.000,00 € aus ETF, Festgeld und Tagesgeld zusammen, kann niemand mehr sehen, ob 12.000,00 € davon innerhalb von 30 Tagen verfügbar sind. Wer diese Trennung nicht macht, plant oft mit Geld, das in Wahrheit 6 oder 12 Monate gebunden ist.
Ohne Aktualisierung werden Entscheidungen teuer
Ein Kursrückgang von 10 % auf 40.000,00 € sind 4.000,00 € weniger Vermögen. Wer die Kurse nur einmal im Quartal aktualisiert, sieht diesen Effekt zu spät und gewichtet das Risiko falsch. Die Vorlage macht die Abweichung sofort sichtbar, sobald du den aktuellen Kurs einträgst.
Mit diesen Stellschrauben wird die Auswertung nützlicher
Der größte Hebel ist nicht mehr Rechnen, sondern sauberer erfassen. Wenn du 30 Positionen statt 10 Positionen führst, bringt dir die Struktur erst dann etwas, wenn jede Position eine klare Anlageklasse hat und der aktuelle Kurs gepflegt wird. Aus 30 ungeordneten Zeilen werden so 30 auswertbare Datensätze.
Mehr Aussagekraft durch bessere Aufteilung
Wer 60.000,00 € Vermögen in 36.000,00 € ETF, 12.000,00 € Tagesgeld und 12.000,00 € Festgeld aufteilt, sieht sofort, dass 24.000,00 € gebunden oder schwankend sind. Verschiebst du 10.000,00 € von Festgeld in Tagesgeld, steigt die kurzfristige Verfügbarkeit von 12.000,00 € auf 22.000,00 €. Genau das macht die Übersicht im Alltag brauchbar.
Rendite, Liquidität und Risiko getrennt denken
- Rendite: 6 % auf 25.000,00 € sind 1.500,00 € pro Jahr.
- Liquidität: 8.000,00 € Tagesgeld sind sofort da, 15.000,00 € Festgeld vielleicht erst nach 12 Monaten.
- Risiko: 40.000,00 € in einem Aktienfonds schwanken stärker als 40.000,00 € in Cash.
Wenn du diese drei Größen nebeneinander führst, siehst du schneller, ob dein Vermögen wirklich zu deinem Sicherheitsbedarf passt. Die Vorlage ist dafür gebaut, nicht für Prognosen mit Scheingenauigkeit.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Für private Positionen wie ETFs, Aktien, Tagesgeld, Festgeld, Anleihen, Edelmetalle oder sonstige Geldanlagen. Wenn du 8 Positionen hast, reicht die Übersicht meist locker; bei 40 Positionen wird die Filterfunktion wichtig.
Ja, als Vermögensposition schon, zum Beispiel mit Kaufpreis, aktuellem Schätzwert und Kommentar. Eine Immobilie mit 320.000,00 € Marktwert und 180.000,00 € Restschuld bildet die Vorlage aber nur als Bestandswert ab, nicht als vollständige Finanzierungsrechnung.
Nein, nicht vollständig. Sie zeigt dir Gewinne, Erträge und Steuerstatus je Position, aber keine vollständige Steuererklärung. Bei 2.000,00 € Kapitalerträgen kannst du die steuerliche Wirkung zwar grob nachvollziehen, die Vorlage ersetzt aber keine Steuerberechnung im Detail.
Ein Haushaltsbuch zeigt laufende Einnahmen und Ausgaben, diese Vorlage zeigt Vermögenswerte und deren Entwicklung. Wenn du monatlich 500,00 € sparst, gehört das ins Haushaltsbuch; wenn daraus ein ETF-Bestand von 18.000,00 € wird, gehört er hier hinein.
Bei schwankenden Anlagen wie Aktien oder ETFs mindestens monatlich, bei stabilen Positionen wie Tagesgeld genügt oft ein Quartal. Ein Depot mit 50.000,00 € und 7 % Kursbewegung verändert sich in kurzer Zeit um 3.500,00 €, das solltest du nicht ein halbes Jahr alt lassen.
Ja, genau dafür ist sie nützlich. Wenn ihr als Haushalt 15.000,00 € Rücklage, 35.000,00 € Depot und 10.000,00 € Festgeld habt, seht ihr sofort, welcher Teil für Notfälle da ist und welcher Teil nicht ohne Kurs- oder Fristwirkung verfügbar ist.